Kategorie: Studium

  • Ist ein Duales Studium besser als eine abgeschlossene Ausbildung?

    Mehr und mehr zeigt sich in den Coachings von Abi und was dann?, dass vielen der Unterschied zwischen der „Dualen Ausbildung“ und dem „Dualen Studium“ nicht bewusst ist. Mit Blick auf Definitionen und die umgangssprachlichen Nutzung der Begriffe, kann es zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.

    Definition Duale Ausbildung/Berufsausbildung

    Unter anderem im Wirtschaftslexikon findet sich dazu eine Definition. Grundsätzlich läss sich sagen, dass eine duale (betriebliche) Ausbildung in Deutschland schon seit 1969 existiert. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erstmals bundesweit eine einheitliche Regelung für die Ausbildung in Betrieben festgelegt. Das duale Ausbildungssystem gibt es in Deutschland also schon seit über 50 Jahren. Die Ausbildung erfolgt in einem Betrieb. Während der Ausbildung besucht man eine Berufsschule, dort wird theoretisches, aber auch praktisches Wissen vermittelt (Siehe auch: Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Aufgrund der Tätigkeit im Betrieb sowie dem Besuch der jeweiligen Berufsschule, spricht man von einer Dualen Ausbildung, weil an zwei verschiedenen Orten gelernt wird. Heute nach wie vor umgangssprachlich als „Ausbildung“ bezeichnet.

    Wesentlicher Vorteil einer Ausbildung:

    Die abgeschlossene Berufsausbildung  zählt als erste Berufserfahrung!

    Ein kurzer Blick in die Historie des Dualen tudiums

    In den 1970er-Jahren stieg die Zahl der Abiturienten stark an und es gab Unternehmen die befürchteten, keine Auszubildenden mehr zu finden. Sie schlugen deshalb vor, die Ausbildung mit Inhalten der Hochschule zu verknüpfen, um diese Ausbildungsform wieder attraktiv zu gestalten. Dazu wurden erste Bildungseinrichtungen gegründet (Berufsakademien).

    Im Jahr 2009 wurde diese zu Dualen Hochschulen umgewandelt. Hier lassen sich Duale Studiengänge in Deutschland finden:  Duales Studium

    Die Bezeichnung „Duales Studium“ steht für ein Studienmodell, in dem eine akademische Ausbildung mit einer praktischen (betrieblichen) Tätigkeit verbunden wird. Mit der Zielsetzung, dass der Studierende die Möglichkeit hat, theoretisches Wissen im betrieblichen Alltag praktisch umzusetzen.

    Darüber hinaus existiert das Ausbildungsintegrierte Duale Studium

    Das ausbildungsintegrierte Duale Studium verbindet eine Berufsausbildung mit einem Studium. Die Studierenden erlangen dabei sowohl einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor) als auch einen anerkannten Berufsabschluss (z.B. IHK Abschluss). Die praktischen Phasen finden in der Regel in einem Unternehmen statt, während die theoretischen Phasen an einer Hochschule oder dualen Hochschule absolviert werden. Dauer: ca. 4 – 5 Jahre

    Unterschied zum Praxisintegrierten Dualen Studium

    Beim praxisintegrierten Dualen Studium existiert keine parallele Berufsausbildung. Stattdessen wird das Studium durch intensive Praxisphasen ergänzt, die in der Regel bei einem Kooperationsunternehmen durchgeführt werden. Hier erlangen die Studierenden nach erfolgreicher Absolvierung einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor). Dauer: 3 – 4 Jahre.

    Weitere Duale Studienmöglichkeiten

    Sofern man bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat – gibt es noch folgende Duale Studienangebote:

    • Das berufsintegrierende duale Studium

    Man verfügt bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung, möchte sich in einer bestimmten Fachrichtung weiterbilden, benötigt dazu aber ein Studium. Dann kombiniert das berufsintegrierende duale Studium die derzeitige Tätigkeit. Daher sollten Berufstätigkeit und Studienfach (Studieninhalte) einen Bezug haben. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    • Das berufsbegleitende Duale Studium

    Beim berufsbegleitenden dualen Studium verfügt man idealerweise ebenfalls über eine abgeschlossene Ausbildung. In Form einer Weiterbildung strebt man mit dem berufsbegleitenden dualen Studium einen Bachelor-Abschluss an, um seine Karriere entsprechend weiterentwickeln zu können. Das bedeutet, man arbeitet in der Regel Vollzeit, um Geld zu verdienen, gleichzeitig studiert man z. B. in Form eines Fernstudiums (Selbststudium). In der Regel erfolgt dieses Studium in enger Absprache mit dem Arbeitgeber, um Unterstützung zu erhalten, wenn es z. B. darum geht, für Prüfungen freigestellt zu werden. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    Zeitmodelle bei Dualen Studien

    Für die verschiedenen Dualen Studienmöglichkeiten existieren unterschiedlichste Zeitmodelle. Da ist zum einen das Blockmodell oder auch Wochenmodell genannt. Im Blockmodell verbringt man abwechselnd längerer Zeiten (Zeitblöcke) im Unternehmen und an der Hochschule/Berufsakademie.

    Die bekannteste Zeitvariante und von den meisten Anbietern genutzte System basiert auf Blöcken von je drei Monaten bzw. zwölf Wochen. Es ist meist unabhängig von den Semesterzeiten an anderen Hochschulen.

    Es gibt aber auch die Variante, dass man während der Semesterzeiten am normalen Studienbetrieb teilnimmt und die Praxisphasen während der vorlesungsfreien Zeit absolviert. Die Semesterferien entfallen somit. Im Schnitt dauert ein Semester ca. 14 bis 15 Wochen, die vorlesungsfreie Zeit liegt dann im Frühjahr bei ca. zwei Monaten und im Sommer/Herbst bei ca. drei Monaten, die man dann bei dem jeweiligen dualen Partnerunternehmen verbringt.

    Der Vorteil dieses Modells ist, dass man sich während der jeweiligen Ausbildungs- oder Vorlesungsphase nur auf diese eine Phase konzentrieren muss. Der Nachteil: durch die langen Abwesenheitsphasen im Unternehmen können wichtige Entscheidungen und Entwicklungen – z. B. bei der Projektarbeit – verpasst werden.

    Im Wochenmodell wechseln sich Praxis- und Vorlesungszeiten in der Woche ab. Oftmals verbringt man als dualer Student drei Tage im Unternehmen und zwei Tage in der Hochschule.

    Der Vorteil hierbei ist, dass man sowohl im Studium als auch im Unternehmen immer auf dem laufenden Stand bleibt, da die Zeiträume zwischen Theorie- und Praxisphasen nicht so groß sind. Der Nachteil ist, dass man sich auf zwei Lehrsysteme konzentrieren muss.

    Lässt man die aufgeführten Betrachtungen sacken, ist festzustellen, dass die Umstände heute – im Jahr 2025 – sich im Vergleich zu den 1970er Jahren nicht wesentlich verändert haben. Derzeit haben wir noch viel mehr Abiturienten, als in den 1970er Jahren. Jeder 2. Schüler in Deutschland wird aktuell zum Abitur geführt.

    Die Anzahl der Ausbildungen, aber insbesondere die Anzahl der Studiengänge (über 22.000) ist unüberschaubar angewachsen. Und: der Fachkräftemangel ist trotz Einführung des Dualen Studiums  eingetreten.

    Schlussfolgerung

    Das Duale Studium (ohne vorherigen Abschluss einer Ausbildung) ist vor allem mit Blick auf den Zeitaufwand anspruchsvoll. – Eine abgeschlossene Ausbildung gilt als erste Berufserfahrung!

    Die Verdienstmöglichkeiten im Rahmen eines Dualen Studiums müssen immer in Bezug auf Branchen gesehen werden und man sollte sich vorher bei seinem Praxispartner informieren.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die klassische abgeschlossene Duale Ausbildung zu Recht als erste Berufserfahrung anerkannt wird, da man sich für den Beruf mit entsprechender Abschlussprüfung qualifiziert. Von daher ist es also wichtig zu überlegen, welchen Aufwand man bei einem Dualen Studium mit Praxiserfahrung zu leisten hat oder ob möglicherweise der Abschluss einer klassischen Ausbildung – die als Berufserfahrung zählt – zuerst die passendere Wahl ist.

  • Spezialisiertes Studium oder allgemeines Fach studieren?

    Es exististieren Schätzungen nach denen zwischen 50% und 70% der angehenden Abiturienten noch keine Vorstellung darüber haben, wie es  nach dem Abitur weitergehen soll. Gleichzeitig denken etliche sofort über ein spezialisiertes Studium nach und wollen kein allgemeines Fach studieren.

    Um Zeit zu gewinnen, gehen viele erst einmal ins Ausland oder absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr ( FSJ).

    Doch auch diese Zeit geht einmal um und viele wissen dann immer noch nicht, was sie beruflich machen sollen. Bei Gesprächen zur Frage Abi und was dann? mit Eltern, Freunden, Bekannten aber auch Lehrern werden häufig „Klischees“ bedient:

    • Du hast Abitur – also solltest/musst Du studieren!
    • Mit Abitur macht man doch keine Ausbildung … oder hast Du so ein schlechtes Abi?
    • Such Dir einen sicheren Job als Polizist oder Lehrer …
    • Mit einem Studium in der Tasche verdient man später auf jeden Fall besser!

    Diese pauschalen Aussagen kommen auch in den Coachings von Abi und was dann? was dann? häufig vor. Bemerkenswert dabei ist, dass die „Ratgeber“ aus dem persönlichen Umfeld stammen, die etliche andere Fakten bei diesen Äußerungen ausblenden oder die Veränderungen in unserer heutigen Zeit nicht wahrnehmen – nicht wahrnehmen wollen.

    So beispielsweise die Tatsache, dass heute mehr als 50% der Schüler das Abitur an unterschiedlichsten Schulformen absolvieren. Damit ist das Abitur zum Standard geworden!

    Mehr als die Hälfte der 20- bis 24-Jährigen hat Abitur – RP

    Mehr als 22.000 Studiengänge

    Was ebenfalls viele persönliche Ratgeber sehr überfordert ist die Vielzahl der Studiengänge (über 22.000 – siehe Hochschulkompass). Wie eine stille Post hat es sich in viele Köpfe eingeschlichen, dass man möglichst spezialisiert sein sollte. Zum Teil, weil die Wirtschaft nach diesen Spezialisten sucht. Zugleich ändern sich aber wirtschaftliche Rahmenbedingungen und dann kann es wieder sein, dass man eher Generalisten anstelle von Spezialisten sucht. All das macht die Beantwortung der Frage „Abi und jetzt?“ nicht einfacher.

    Etliche Hochschulen gingen dazu über, spezialisierte Studiengänge anzubieten. Fächer wie „Green Business Management“ oder „Unterwasser-Meeresbiologie-Technik“ wurden entwickelt und angeboten bis sich schließlich herausstellte, dass die wenigen Absolventen große Schwierigkeiten hatten, damit in einen Beruf zu starten.

    Konsequenz: die Studiengänge wurden wieder eingestellt. So wird es einigen anderen Spezialisierungen in Zukunft ebenfalls ergehen.

    Was tun nach dem Abiitur?

    Wer nicht weiß, was er nach dem Abitur machen soll, wäre schlecht beraten, wenn er nur aufgrund der „stillen Post-Kommunikation“ ein spezialisiertes Studium aufnimmt. Vielmehr wäre es hilfreich, sich einem allgemeinen Studienfach zu widmen und erst nach und nach für sich zu erkennen, wohin die genauere berufliche Reise geht. – Bei dieser Überlegung kommen dann Studiengänge wie BWL, Ingenieurwesen, Jura etc. infrage.

    Ausgerechnet BWL: „Das macht doch jeder“ und „Da ist so viel Mathe drin!“ – So Meinungen, die man oft hört. Dass aber dieses Fach eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, daraus später einen Beruf zu entwickeln, ohne sich zu früh zu spezialisieren, wird häufig übersehen.

    Zudem beinhalten spezialisierte Studiengänge wie z. B. Event-und Tourismus-Management, Sport- und Fitness Ökonomie u. ä. alle Grundlagenfächer der BWL. Überall wo Management dran steht – ist BWL drin!

    Daher könnte es auch ein Weg sein, zuerst allgemein BWL zu studieren und sich später im Master in einem der genannten Fächer zu spezialisieren. Idealer Weise hat man während des Bachelor-Studiums auch schon ein paar Praktika in verschiedenen Berufsbereichen absolviert.

    Wer noch gar keinen Schimmer hat, was er nach dem Abi machen soll, der ist gut beraten, wenn er zumindest seine persönlichen Neigungen und Denkstile kennt. Im Gespräch mit einem neutralen Coach können zugleich etliche „Irrtümer“ bereinigt werden. Zudem werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich in der heutigen Zeit am besten qualifiziert.

    Qualifiziert im Sinne von: möglichst zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage eine berufliche Auswahlmöglichkeit zu haben. Denn auch das ist eine Ausprägung der heutigen Zeit:

    Das lebenslange verweilen in einem Beruf – an nur einem bestimmten Ort – gehört mehr und mehr der Vergangenheit an.

    Mehr denn je lautet für die Zeit nach dem Abi: Der Weg ist das Ziel!

    Diesen Weg zu beschreiten, in dem man seine persönlichen Fähigkeiten kennt und sich entsprechend qualifiziert – das sind die wesentlichen Inhalte des Coachings von Abi und was dann?.

    In Bezug auf die Kosten des Coachings lässt sich sagen: Es kostest nicht mehr als ein neues Smartphone! Allerdings mit dem Unterschied, dass das Coaching von Abi und was dann? ein Berufsleben lang wirkt. Die „Haltbarkeit“ eines Smartphones liegt bei maximal zwei Jahren …

  • Eigentlich wollte ich Eventmanagement studieren

    Im Rahmen einer Studienberatung und einem Coaching von Abi und was dann? kam es zu einer Begegnung mit Frank*. Er hatte gerade das Abitur erfolgreich bestanden und sah in seinem Verwandtschaftskreis ein berufliches Vorbild und zwar im Event-Marketing. Er ging davon aus, dass kreative Aspekte, Kommunikation sowie auch Organisation einem großen Teil seiner Fähigkeiten entsprechen würde und war recht sicher, dies im Rahmen der Neigungs- und Denkstilanalyse bestätigt zu bekommen. Durch das spezielle Interesse am Studienfach Eventmanagement ergaben sich für ihn zudem etliche Fragen zum Thema „Privathochschulen“ und „Finanzierung“. Die Neigungs- und Denkstilanalyse sollte letztendlich als Bestätigung seiner bisherigen Überlegungen dienen.

    Im Verlauf des Coachings sowie bei der Neigungs- und Denkstilanalyse stellte sich aber heraus, dass Frank’s Stärken eher im Bereich der Zahlen und der Logik lagen, anstatt in den Bereichen Kreativität und Kommunikation.

    Auch bei der gemeinsamen Analyse von anderen Studiengängen bestätigte sich, dass Frank wesentlich analytischer und rationaler an bestimmte Themen heran ging, als er es selbst von sich gedacht hätte. Innerhalb des Coaching-Prozesses überdachte Frank seine ursprüngliche Studienwahl und kam zu dem Entschluss, statt einer spezialisierten Marketing-Fachrichtung eher eine grundlegende betriebswirtschaftliche Ausrichtung im Bachelor zu wählen. Er entschied sich für eine öffentlich-rechtliche Fachhochschule in Norddeutschland.

    Erwartungsgemäß – seinem HBDI Profil entsprechend – ergab sich während seiner Studienzeit die Erkenntnis, dass das Fachgebiet Marketing für Frank zwar interessant ist, aber nicht seinen wesentlichen Fähigkeiten entspricht, die sein HBDI Profil aufzeigt. Im fortlaufenden Coaching konnte Abi und was dann? ihn u. a. auch bei dem Aufbau und der Gliederung seiner Bachelor-Arbeit unterstützen sowie bei der Wahl des Master-Studienganges. Frank wird ein Master-Studium mit den Schwerpunkten Controlling und Finanzen beginnen – dies entspricht absolut seinem Neigungs- und Denkstil-Profil!

    In dem hier skizzierten Fall hat das Coaching mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse eine Korrektur des ursprünglichen Studien- und Berufswunsches im Vorfeld ergeben. Damit wurde eine zu frühe Spezialisierung vermieden, die zudem nicht zu 100% den persönlichen Fähigkeiten entsprochen hätte.

    *Name redaktionell geändert

  • Management Studium: Überall, wo Management dran steht, ist BWL drin!

    Schon mehrfach hat sich auf speziellen Abiturientenmessen am Stand von Abi und was dann? die folgende Fragestellung ergeben:

    „Mich interessiert BWL nicht, BWL macht doch jeder. Ich möchte lieber Management studieren. Können Sie mir eine Empfehlung für einen Management-Studiengang geben?“

    Die Betriebswirtschaft ist in der Tat ein Klassiker unter den Grundlagenstudienfächern. Sie erscheint vielen jungen Menschen nicht mehr zeitgemäß. Design, Wirtschaftspsychologie oder beispielsweise Marketingmanagement klingen moderner. Bei manchem wecken diese Studiengangsüberschriften berufliche Wunschvorstellungen und sie überlegen, lieber ein Trendfach als einen Klassiker zu studieren (siehe auch SZ Mai 2024).

    Dabei werden aber oftmals die Studieninhalte übersehen. Schaut man dort hinein, lässt sich eine Kernaussage treffen:

    Management = BWL

    Überall, wo Management dran steht, sind die Grundlagenfächer der Betriebswirtschaft enthalten.

    Um das zu verdeutlichen, schauen wir mal auszugsweisr auf den Studienverlaufsplan von Marketingmanagement und BWL, die von verschiedenen Hochschulen in Deutschland angeboten werden und sich über den Hochschulkompass recherchieren lassen.

    Auszug Studienverlaufsplan für Marketingmanagement:

    1. bis 3. Semester / Inhalte:

    • Konsumenten und Märkte verstehen: Marktforschung, Markt- und Konsumpsychologie, Basiswissen VWL, Verhaltensökonomie
    • Märkte bearbeiten: Marketing-Grundlagen, digitales Marketing, internationales Marketing, Mediaplanung, Projektmanagement, Wirtschaftsrecht
    • Unternehmen marktorientiert führen: Einführung in die BWL, Unternehmensführung, Organisation, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Investition, Wirtschaftsmathematik, Statistik, Arbeitsrecht, Human Resources Management …

    Auszug Studienverlaufsplan Betriebswirtschaft

    • 1.Semester: Einführung in die Allg. BWL und in die Managementlehre, Marketing, Buchführung und Bilanzierung, Mathematik, Wirtschaftsrecht I
    • 2. Semester: Marketing, Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik 1, Mikroökonomie, Wirtschaftsrecht I
    • 3. Semester: Supply Chain und Operations-Management, Investition, Wirtschaftsrecht 2, Statistik 2 etc.

    Diese Auszüge aus dem scheinbar modernen Studienfach Marketingmanagement und dem Klassiker Betriebswirtschaft zeigen auf, dass in beiden Studiengängen die Fächer BWL, VWL, Statistik, Wirtschaftsrecht, Finanzen und weitere Fächer als Grundlagenfächer dienen. Ganz gleich, ob man Marketingmanagement oder BWL studiert.

    Das wirft somit die Frage auf, ob es sinnvoll ist, sich schon im Bachelor zu spezialisieren oder ob man nicht eher grundlegende BWL oder International Management studiert?

    In der allgemeinen BWL lernt man alle Grundlagenfächer kennen. Im Master fokussiert man sich dann auf eine Berufsrichtung!

    Also lässt sich das BWL Bachelor-Studium noch zur persönlichen Orientierung nutzen – siehe auch Spezialisiertes Studium oder ein allgemeines Fach studieren?

    Fazit

    In den vergangenen Jahren entstanden immer mehr spezialisierte Studiengänge, die zumindest von der Überschrift her moderner und interessanter klingen, als BWL. Dazu gehören auszugsweise: Sport- und Event-Management, Tourismusmanagement, Wirtschaftspsychologie, Mode- und Designmanagement u.v.m.

    Sämtliche „Management“ oder „Wirtschaft“– Zusätze bedeuten, dass die Grundlagenfächer der BWL enthalten sind. Der Blick in den jeweiligen Studienverlaufsplan zeigt es auf.

  • Wie lässt sich ein Studium finanzieren?

    Auf Messen wird am Stand von Abi und was dann? vermehrt die Frage nach der Studienfinanzierung gestellt. Es gibt etliche Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Dabei ist die persönliche Situation ausschlaggebend.

    Nachfolgend eine Zusammenstellung von Finanzierungsmöglichkeiten. Wobei der Fokus auf Stipendien liegt, die nicht aufgrund eines hohen NC’s vergeben werden. Außerdem wird in Bezug auf Studienfinanzierung eine abgeschlossene Ausbildung vor dem Studium genauer betrachtet.

    1. BAföG: Unterstützung vom Staat

    BAföG ist eine finanzielle Unterstützung für Studierende, die auf elterliche Hilfe angewiesen sind. In der Regel ist BAföG wie folgt strukturiert:

    50 % als Zuschuss und 50 % als zinsfreies Darlehen, das später teilweise zurückgezahlt werden muss. BAföG- berechtigt sind Studierende, die nicht von ihren Eltern unterstützt werden können, in Deutschland studieren und in bestimmten Einkommensgrenzen liegen. Es existieren ein paar Ausnahmen, z. B. bei besonders guten Noten oder wenn man die Altersgrenze von 45 Jahren noch nicht überschritten hat.

    Oftmals ist das BAföG-Amt beim lokalen Studierendenwerk angesiedelt. Das Studierendenwerk ist für das Studierenden-BAföG an allen Hochschulen zuständig, die auch vom Studierendenwerk betreut werden.

    Tipp: Man sollte rechtzeitig mit dem Antrag beginnen (z. B. auch wegen Bearbeitungszeit). Daher kann es hilfreich sein, eine BAföG-Beratung an der Hochschule in Anspruch zu nehmen, um Fehler zu vermeiden.

    2. Stipendien: Geld vom Förderer – auch ohne NC

    Als Stipendium bezeichnet man die finanzielle Unterstützung durch Stiftungen, Unternehmen oder Organisationen, die nicht zurückgezahlt werden muss. Ein Stipendium ist häufig eine Förderung für besonders begabte, engagierte oder bedürftige Studierende.

    Es existieren ebenso Stipendien, die ohne NC-Vorgabe vergeben werden können. Das bedeutet, dass bei diesen Stipendien der Numerus Clausus (NC) keine Rolle spielt. Diese werden oft auf Basis von sozialen, politischen oder persönlichen Engagements vergeben. Hierzu gehören beispielsweise:

    Evangelisches Studienwerk Villigst – fördert Studierende mit sozialem oder gesellschaftlichem Engagement, vor allem aus dem Bereich der Evangelischen Kirche. Neben einem finanziellen Zuschuss gibt es auch Fortbildungsangebote und ein Netzwerk von Gleichgesinnten.

    Katholische Akademische Ausländerschule (KAAD) – bietet Stipendien für Studierende aus Entwicklungsländern, die sich durch besonderes soziales Engagement oder akademische Leistung auszeichnen. Besonders interessant für Studierende, die in internationalen und sozialen Projekten tätig sind.

    Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) – fördert Studierende, die sich durch soziales und politisches Engagement auszeichnen. Besonders für Studierende, die ein starkes Interesse an gesellschaftlicher Verantwortung und politischer Mitgestaltung haben.

    Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – vergibt Stipendien an Studierende, die sich politisch oder sozial engagieren und ein starkes Interesse an sozialer Gerechtigkeit haben. Hier steht das Engagement für Demokratie und sozialer Ausgleich im Vordergrund.

    Hans-Böckler-Stiftung – fördert Studierende, die sich in den Bereichen Gewerkschaftsarbeit oder soziale Bewegungen engagieren. Besonders für Studierende aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

    Die zuletzt genannten Stipendienprogramme legen großen Wert auf soziales und gesellschaftliches Engagement und bieten Studierenden nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden und Netzwerke zu knüpfen. Allerdings ist bei diesen Stipendien zu beachten, dass die Beantragung mit Aufwand verbunden ist und somit umfangreich und oftmals zeitintensiv sein kann. Daher rechtzeitig vor Studienbeginn mit der Auswahl und der Bewerbung beginnen. Der Aufwand kann sich lohnen, weil man anschließend eine finanzielle Unterstützung erhalten kann, die nicht zurückgezahlt werden muss.

    Weitere Informationen zu Stipendien und Studienförderung kann bei Stiftungsuche finden!

    Tipp: Man sollte auf jeden Fall auch kleinere Stipendienprogramme in Betracht ziehen. Dabei ist es wichtig, die eigene Motivation klar und persönlich rüberzubringen, da vor allem Engagement außerhalb der Hochschule zählt.

    3. Studienkredite: Finanzierung auf Kredit

    Hierbei geht es um Kredite, die speziell für Studierende angeboten werden, um das Studium zu finanzieren. Beispiele: KfW-Studienkredit, private Banken oder Bildungsfonds. Die Besonderheit bei diesen Krediten ist, dass es eine Flexibilität bei der Rückzahlung gibt. Man kann oft nach dem Studium mit der Rückzahlung beginnen.

    Wichtig ist aber im Hinterkopf zu behalten, dass die Kredite nicht zinsfrei sind. Zudem sollte man sich die Zinssätze genau anzusehen und Angebote vergleichen. Ebenso sollte man auf die Rückzahlungsbedingungen achten: Dabei geht es vor allem um die Fragen:

    Wie lange hat man Zeit, nach dem Studium zu zahlen?

    Gibt es flexible Rückzahlungsoptionen, je nach Einkommen?

    Ein Tipp in Sachen Studienkredit ist, nur so viel aufzunehmen, wie wirklich benötigt wird. Außerdem sollte man die Rückzahlungsoptionen vorher genau prüfen und kalkulieren. Möglicherweise sollte man Bildungskredite mit besonders flexiblen Rückzahlungsmodellen in Betracht ziehen.

    4. Nebenjobs, Werkstudentenstellen: Geld verdienen während des Studiums

    Arbeit neben dem Studium hilft nicht nur finanziell sondern auch dabei, praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke aufzubauen. Werkstudentenjobs sind besonders vorteilhaft, da sie sozialversicherungsfrei sind (bis 20 Stunden/Woche während des Semesters). Als typische Nebenjobs gelten Werkstudentenstellen in der eigenen Studienrichtung, Tutorenstellen, Gastronomie, Einzelhandel oder als Freelancer. Werkstudentenjobs sind eine sehr gute Grundlage für finanzielle Entlastung und man sammelt  praktischen Erfahrungen. Dabei sollte man sich rechtzeitig über Steuerpflichten und Sozialversicherungsbeiträge informieren sowie darauf zu achten, dass man eine Balance zwischen Arbeit und Studium findet.

    5. Studienfinanzierung durch eine abgeschlossene Ausbildung und Rückkehr in den ausgebildeten Beruf

    Wer vor dem Studium bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat, kann während die Semesterferien nutzen, um wieder in seinen früheren Job zurückzukehren. Dies bietet nicht nur eine verlässliche Einnahmequelle sondern hat auch den Vorteil, dass man sich mit dem Arbeitsplatz gut auskennt, das Arbeitsumfeld meist vertraut ist und man möglichweise mehr verdient, als mit möglichen Aushilfstätigkeiten.

    Die Vorteile dieser Finanzierungsoption liegen hierbei in stabilen Einnahmen. Da man schon Erfahrungen in dem Job gesammelt hat, ist es einfacher, auch in den Semesterferien Vollzeit zu arbeiten und ein gutes Einkommen zu erzielen. Zudem ist der Verwaltungsaufwand gering. Da man bereits als ausgebildete Fachkraft in dem gearbeitet hat, kann man schneller wieder einsteigen und musst nicht erneut angelernt werden. Dies spart Zeit und Energie auf der eigenen Seite und auf Seiten des Unternehmens. Zugleich gewinnt man weiter Berufserfahrung. Durch das Arbeiten in dem erlernten Beruf kann man wertvolle Praxiserfahrung sammeln, die später in einem Studium und beim Berufseinstieg von Nutzen sein kann.

    Tipp: Frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen. Möglichst vor dem Studium mit dem Ausbildungsbetrieb klären, ob man während der Semesterferien zurückkehren kann. Oftmals gibt es feste Vereinbarungen oder sogar Rückkehroptionen nach dem Studium.

    Als weitere Punkte zur Studienfinanzierung können genannt werden:

    • Unterstützung durch die Eltern, dabei gibt es Freibeträge und Steuererleichterungen für Eltern
    • Kindergeld – bis zum 25. Lebensjahr möglich, sofern man sich in Ausbildung oder einem Studium befindet
    • Bildungsfonds, Förderprogramme – hierbei übernehmen private Unternehmen oder Fonds die Finanzierung des Studiums gegen eine spätere einkommensabhängige Rückzahlung
    • Erasmus, Auslandsförderungen – Förderprogramme für Auslandssemester oder Auslandspraktika. Neben Erasmus gibt es auch DAAD-Stipendien
    • Unterhalt oder Wohngeld wird unter bestimmten Voraussetzungen als ergänzende Hilfe wie Unterhaltsvorschüsse oder Wohngeld gewährt
    • Crowdfunding & Sponsoring – beides sind eher unkonventionelle Wege, die man über Plattformen wie z. B. gofundme oder durch Unternehmenspartnerschaften nutzen kann

    Fazit: Studienfinanzierung rechtzeitig angehen

    Es ist in jedem Falle richtig und wichtig, sich frühzeitig mit der Studienfinanzierung Auseinanderzusetzen und möglicherweise nicht nur eine Lösung zu wählen, sondern mehrere Finanzierungsquellen zu kombinieren. Dabei können Anlaufstellen wie BAföG-Amt, Stipendien-Datenbanken oder Beratungseinrichtungen der Universität sehr hilfreich sein.

    Mitentscheidend ist, dass man bei der Studienfinanzierung Verantwortung übernimmt und es lohnenswert ist, sich die Vielzahl der Hilfsmöglichkeiten anzuschauen und zu nutzen.

  • Ausbildungs- oder Studienwahl gleich lebenslanger Beruf?

    Viele junge Menschen stehen heute unter dem Druck, mit der Studien- oder Berufswahl ihre Zukunft festzulegen. Doch die gute Nachricht lautet: Heute bedeutet keine Entscheidung ein lebenslanges „Entweder-oder“. Stattdessen sind die Wege vielfältig und Anpassungen jederzeit möglich

    Aufgrund der großen Anzahl der Studiengänge (aktuell mehr als 22.000 Studiengänge – siehe auch Hochschulkompass) und einer Vielzahl an Spezialisierungen, ist diese Annahme zumindest nicht unberechtigt. Doch im Zeitalter der Digitalisierung entwickeln sich unter anderem „alte Berufe“ fortlaufend weiter. Zugleich entstehen ganz neue Berufe.

    Veränderte Berufswelt und gleichzeitig berufliche Sicherheit – geht das?

    Im Streben nach einer beruflichen Sicherheit wäre es natürlich wünschenswert, wenn es den einen – lebenslangen – Job gäbe. Die Elterngeneration hat hier und da noch das Empfinden, dass häufige Jobwechsel im Lebenslauf eher schlecht aussehen. Zugleich hoffen Schüler/Innen heute darauf, dass sie die Möglichkeiten bekommen, sich beruflich selbst zu verwirklichen, man Spaß im Beruf hat, über viel Freizeit verfügt, ein hohes Gehalt beziehen kann und berufliche Sicherheit herrscht (siehe auch: „Generation Greta … „Welt vom 17.08.2019).

    So sehr man das jedem Einzelnen wünschen würde, die Realität sieht oft anders aus. Das schürt wiederum andere Ängste, weil man sich als junger Mensch seiner beruflichen Existenz nie sicher sein kann. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb die „Generation Greta“ sich am häufigsten den Arbeitgeber Polizei wünscht. Anerkennung, Sinn, sicherer Arbeitsplatz – das wird mit diesem Job bei jungen Menschen verbunden. Das Thema Überstunden sowie, dass Einsätze der Polizei – z. B. bei den Krawallen z. B. in Hamburg auch Bestandteile des Polizistenberufs sind,erschreckt manche Coachees von Abi und was dann? sehr, sodass Zweifel an der Berufswahl aufkommen.

    Berufswunsch Polizist/In

    Selbst, wenn der Berufswunsch Polizist/In realisiert würde, ist es dann der Job für das Leben? Es könnte zumindest der Staatsdienst sein, aber in unterschiedlichen Funktionen oder Bereichen. Es gibt aber auch „Polizei-Aussteiger“. Die arbeiten z. B. in Detekteien oder bauen solche selbständig auf, übernehmen leitende Positionen bei privaten Sicherheitsfirmen oder ähnlich. Das zeigt: die lebenslange Tätigkeit in einem Beruf ist eher nicht das Ziel – oder sollte es nicht sein.

    Jeder Berufsabschluss bedeutet eine Qualifikationsstufe mehr

    Vielmehr ist es heute wichtig, seine Ausbildung und/oder das Studium so zu wählen, dass man mit jedem Abschluss eine weitere Qualifikationsstufe erreicht. Eine abgeschlossene Ausbildung zählt als erste Berufserfahrung. Sehr wichtig in einem Zeitalter, in der viele „nur“ auf ein Studium fixiert sind. Zudem lässt sich mit der abgeschlossenen Ausbildung möglicherweise ein anschließendes Studium finanzieren (siehe auch: Wie lässt sich ein Studium finanzieren?)

    Die Philosophie lautet: DER WEG IST DAS Ziel!

    Auf diesem Weg zählt jeder berufliche Abschluss als eine weitere Stufe im Berufsleben. Man sollte sich persönlich die Möglichkeit verschaffen, im Leben – Berufsleben – immer eine berufliche Auswahl offen halten zu können. Heute verändern sich Unternehmen, Organisationen und Strukturen häufig. Passen diese Veränderungen nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen, sollte man über berufliche Alternativen nachdenken – love it, change it or leave it!

    Es geht heute nicht mehr um die Festlegung eines Jobs/eines Berufs auf Lebenszeit – so sehr sich viele eine solche berufliche Sicherheit wünschen. Es geht darum, sich Stück für Stück so zu qualifizieren, dass man auch in kritischen Berufssituationen eine Auswahlmöglichkeit besitzt. Optimal ist dabei, dass man über seine eigenen Neigungen und Denkstile informiert ist, weil sich dadurch Studienfelder/Berufe finden lassen, die zu einem passen.

    Zum anderen spricht das schrittweise erreichen von beruflichen Qualifikationen dafür, dass man sich eben nicht zu früh festlegt!

    Daher ist es besser, im Bachelor ein allgemeines Grundlagenfach, wie z. B. BWL, VWL, Ingenieurwesen, Jura oder ähnlich zu studieren. Eine Spezialisierung kann mit dem Masterstudium erfolgen. Damit würde man die Studienänderungen, die sich mit dem damaligen Bologna-Prozess ergeben haben, optimal für sich nutzen.

    Bei manchen spezialisierten Studienfächern stellt sich die Frage, wie und wo man damit beruflich landen will? Zum Beispiel mit Coffeemanagement oder Friesische Philologie (siehe auch arbeitsABC).

    Die Veränderungen, die heute Künstliche Intelligenz (KI) in das Berufsleben einbringt, zwingen geradezu in ein „lebenslanges Lernen“! Wer sich seiner Neigungen und Fähigkeiten noch nicht bewusst ist, dem kann mit dem Coaching Abi und was dann? und der darin enthaltenen Neigungs- und Denkstilanalyse geholfen werden!

  • Coaching oder Berufsberatung – was ist „Abi und was dann?“

    Insbesondere auf Messen kommen junge Menschen oft an den Messestand von Abi und was dann? und fragen, was denn nun das konkrete Angebot wäre. Die Antwort lautet:

    Im Rahmen des Coachings, bei dem eine professionelle Neigungs- und Denkstilanalyse (HBDI) eingesetzt wird, klären wir individuell für jeden Kandidaten die Frage nach dem Abitur: Abi und was dann?

    „Ist das dann wie eine Berufsberatung?“ – Antwort: Ja und nein. Der Begriff „Berufsberatung“ wird zumindest im Sprachgebrauch dafür genutzt. Allerdings könnte man dagegen halten, dass es bei der Berufsberatung konkret um einen Beruf oder eine Entwicklung des Berufs für Berufstätige geht.“

    Soweit sind die Kandidaten von „Abi und was dann?“ allerdings noch nicht. Es geht vielmehr darum, in der Zeit nach dem Abitur den richtigen Weg in den Beruf zu finden. Diesen Prozess unterstützt „Abi und was dann?“ zum einen mit einer Denkstilanalyse (zertifiziert). Denn das Motto lautet:

    Der Weg ist das Ziel!

    Als Coach und Mentor verfüge ich vielfältige Ausbildungs- und Berufserfahrungen:

    Nach dem Abitur kam zunächst der Zivildienst, dann eine Ausbildung zum Hotelkaufmann. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Abschluss zum Diplom-Betriebswirt (FH). Später kam der Abschluss eines berufsbegleitenden Master of Business Administration Studiums (MBA)noch hinzu.

    Durch die beruflichen Stationen werden die wesentlichen Unternehmenstypen abgedeckt. Ob amerikanische blue chip company (Coca-Cola GmbH), im direkten Umfeld einer öffentlich-rechtlichen Anstalt (WDR Eins Live), bei einem <em>Familienunternehmen(Bitburger Braugruppe GmbH) oder in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)– etwa an Hochschulen (Kassel International Managemenet School und der BiTS in Iserlohn (heute: University of Europe for Applied Sciences) – bis hin zur Selbständigkeit – Erfahrungen, die ichj heute an junge Menschen bei der Fragestellung „Abi und was dann?“ weitergegebe.

    Bei den Tätigkeiten in den o. g. Unternehmen reicht der Erfahrungsschatz vom Assistenten Projektmanagement, über Projektmanagement, zum Direktor Marketing und Vertrieb bis hin zur Geschäftsführung.

    Nunmehr als Inhaber des eigenen Unternehmens ergeben sich weitere Tätigkeitsfelder. So beispielsweise als Key-Note Speaker rund um das Buch „Events – Erlebnismarketing für alle Sinne“. Zudem birgt die Tätigkeit als Interim Manager vielfältige Eindrücke und Erfahrungen in aktuellen Prozessen, zum Beispiel im Marketing und Vertrieb, in Kombination mit dem Stichwort Digitalisierung. Schließlich ergänzen Tätigkeiten als Honorar-Dozent an verschiedenen Hochschulen die heutige Tätigkeit als Coach und Menotr für Abiturienten.

    Aufgrund dieser beruflichen Erfahrungen ist Abi und was dann? also ein Coaching oder Mentoring und unterstützt seine Kandidaten nicht nur bei der Suche nach der passenden Ausbildung und/oder Studium. Es kann auch die Beratung bei weiteren möglichen Schritten nach dem Abitur umfassen. Zum Beispiel, wenn es um Praktika, Übergangsjobs oder Auslandsaufenthalte geht.

    Wie das Coaching Abi und was dann? mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse funktioniert, wird unter Konzept und in einem kleinen Video gezeigt!

  • Zeitpunkt: Wann sollte man sich Gedanken über die Zeit nach dem Abi machen?

    Nach dem Abi stehen mehr als 22.000 Studiengänge, über 300 Ausbildungen, Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ, Work & Travel, eine Sprachreise, jobben oder ähnlich zur Auswahl. Es existieren also etliche Möglichkeiten nach dem Abitur.

    Der eine Abiturient oder die andere Abiturientin fühlt sich auf Grund der riesigen Auswahl überfordert und schiebt Entscheidungen vor sich her. In die Coachings von Abi und was dann? kommen immer wieder junge Menschen, die der Meinung waren, sie gehen nach dem Abitur zunächst einmal ins Ausland oder machen ein FSJ. Sie erhofften sich dabei, dass sie ein Geistesblitz trifft, der den Berufsweg aufzeigt.

    Sicherlich ist es auch nach einem Auslandsaufenthalt noch nicht zu spät, eine Entscheidung zu treffen. Allerdings wäre es schade, wenn man dann gedanklich wieder an der Stelle anfangen muss, von der man nach dem Abitur eigentlich „eher abgehauen“ ist.</p>

    Aus Coaching-Sicht erscheinen daher die Osterferien – etwas mehr als 1 Jahr vor den Abiturprüfungen – ein geeigneter Zeitraum zu sein, die Vielzahl der Wahlmöglichkeiten für sich selbst genauer in Betracht zu ziehen und zu prüfen, was muss ich tun, um den nächsten Schritt nach dem Abitur einzuleiten.

    Optionen /  Planung für die Zeit nach dem Abitur?

    In Bezug auf ein mögliches Studium kann man sich beispielsweise über die Inhalte von Studiengängen informieren und sich Tage der offenen Tür an einer Hichschule heraussuchen. Abgesehen von den Studieninhalten wäre es vielleicht ja auch mal ganz hilfreich, die Hochschule selbst, sowie Studierende oder auch Professoren vorab kennengelernt zu haben.

    Mit Blick auf eine mögliche Ausbildung wären die Osterferien – ein Jahr vor dem Abitur von Bedeutung. Begründung: In der Regel beginnen Ausbildungen zum 01.08 eines jeden Jahres. Um also mögliche Ausbildungen prüfen und entsprechende Ausbildungsangebote suchen zu können.

    Auch für mögliche Auslandsaufenthalte, Sprachreisen,Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ oder ähnlich wären die Osterferien ein guter Startzeitpunkt. Denn es gibt viele Anbieter, die hier unterstützen können. Oftmals kann man diese Anbieter deutschlandweit bei Messen, wie z. B. der ABI Zukunft oder der BACHELOR AND MORE o. ä. treffen. Die Messetermine stehen recht früh fest, sodass man sich diese in den Kalender eintragen kann und sie als Informationstermine nutzt.

    Und wer noch so gar keine Vorstellung hat, dem hilft ein Coaching von Abi und was dann? nicht nur mit einer Neigungs- und Denkstilanalyse, um die passende Studien- und Berufswahl treffen zu können. Das Coaching unterstützt auch bei der grundsätzlichen Vorgehensweise für die Zeit nach dem Abitur. Hier wären ebenso die Osterferien – ein Jahr vor dem Abi – ein optimaler Zeitpunkt!

    Wer mehr noch erfahren möchte – einfach Kontakt aufnehmen: telefonisch oder per Mail – ich freu‘ mich auf drauf!

  • Psychologie studieren – Studienwunsch Psychologie

    Auf Messen sowie in den Coachings von „Abi und was dann?“ taucht vermehrt der Wunsch nach einem Psychologie-Studium auf.

    Der aktuelle Trend: Psychologie studieren

    Psychologie zu studieren scheint aktuell eine Art „Modestudium“ zu sein. Dabei fragt „Abi und was dann?“ zurück, was denn konkret für eine Berufsabsicht dahinter steht, wenn man ein solches Studium angehen möchte. Bei der Antwort tun sich sehr viele Fragende schwer.

    Was heißt das „Menschen helfen“?

    Menschen helfen!“ ist eine Antwort, ohne dass die Gefragten dabei sagen zu können, in welcher Hinsicht geholfen werden soll. Kinderpsychologie wird ab und an noch genannt, aber die meisten können die weiteren beruflichen Absichten nicht erläutern. Was ist also gemeint?

    • „Menschen helfen“ im Sinne von heilen, dann reden wir über ein Medizin-Studium
    • „Menschen unterstützen“ im Sinne von Tätigkeiten im Personalwesen, in der Pädagogik oder im Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialwesen

    In der Medizinischen Psychologie existiert ein hoher NC. Die Wirtschaftspsychologie wird bis auf wenige Ausnahmen an Privathochschulen angeboten. Und schließlich der Bachelor in Psychologie.

    Studieninhalte sind nicht bekannt und werden unterschätzt

    Die Überschrift Wirtschaftspsychologie enthält auch das Stichwort „Wirtschaft“. Somit tauchen im Rahmen des Studiums die Grundlagen der BWL, VWL etc. auf. Darüber hinaus gibt es weitere Fachbereiche, in denen die Psychologie Anwendung findet. Dazu zählen beispielsweise Personalwesen oder Marketing.

    Und dann wird die Angewandte Psychologie als Bachelor von Hochschulen angeboten. Hier können später die Arbeitsfelder in der Pflege, in der sozialen Arbeit sowie z. B. in der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe liegen.

    Nicht zu unterschätzen sind bei allen drei Studienfächern die Studieninhalte. Diese befassen sich viel mit Mathematik, Statistik sowie Methodenlehre. Das sind in der Regel recht trockene Fächer. Darüber hinaus sollte man sich die Studieninhalte von Hochschule zu Hochschule sehr genau ansehen.

    Da wird die Angewandte Psychologie/Wirtschaftspsychologie angeboten. Es existiert die Arbeits- und Organisationspsychologie, die Betriebswirtschaft/Marktforschung und Konsumentenpsychologie, die Werbepsychologie, die Gesundheitspsychologie, die Interkulturelle Psychologie und viele mehr.

    Die ursprüngliche Absicht, Menschen zu helfen wäre durchaus ein Ansatz, der sich aus persönlichen Fähigkeiten wie z. B. Zwischenmenschlichkeit, einer guten und offenen Kommunikation sowie einer großen Empathie heraus ableiten lässt. Die Studieninhalte hingegen erfordern analytisches sowie strukturiertes Denken und Handeln.

    Eigene Fähigkeiten und Alternativen prüfen

    Beim Coaching von Abi und was dann? liefert die Neigungs- und Denkstilanalyse Herrmann Brain Dominance Instruments (HBDI) sehr hilfreiche Erkenntnisse, um die eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen eines Psychologie-Studiums abgleichen zu können. Viele andere Studiengänge können ebenfalls dahin führen, Menschen später zu unterstützen bzw. ihnen zu helfen. Auch dies ist Teil des Coachings von <em>Abi und was dann?</em>&nbsp; gegenüber seinen Coachees.

    Psychologie ein spannendes Berufsfeld

    Psychologie ist mit Sicherheit ein spannendes Feld, aber überaus anspruchsvoll – wer helfen will, sollte vorher prüfen, in welcher Form er das tun möchte.