Schlagwort: Ausbildung

  • Abi und was dann? – Coaching & Mentoring

    Die Frage Abi und was dann? beschäftigt jedes Jahr tausende Schulabgänger:innen. Vielleicht geht es Dir ähnlich: Du stehst vor etlichen Entscheidungen bei der Studien- und Berufswahl. Du stellst Dir die Frage: Was soll ich nach dem Abitur machen? Dir fehlt die Orientierung nach dem Abitur.

    Die Auswahl an möglichen Wegen ist tatsächlich riesig. Wenn Du Dich also fragst: ‘Was soll ich nach dem Abitur machen?’, hilft Dir unser Coaching zur Berufswahl nach dem Abitur mit einer Neigungs- und Denkstilanalyse, die vor allem in der Mitarbeiterförderung und –entwicklung eingesetzt wird.

    Zugleich ist unser Austausch auch ein Mentoring, denn wir können dabei Themen, wie z. B. Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Gap Year im Ausland oder Sprachreisen erörtern und Vor- und Nachteile austauschen.

    Möglicherweise ist aber eine Ausbildung zunächst der bessere Schritt? Dann klären wir mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse, welche Ausbildung zu Deinen Fähigkeiten passt.

    Oder ist es vielleicht ein duales Studium? Aber Du weiß nicht, welche Fachrichtung Du wählen sollst?

    Bei dem Versuch, sich selbst zu helfen, bleiben viele dieser Fragen oft unbeantwortet  – und die Angebotsflut hilft einem nicht unbedingt weiter. Aktuell existieren über 22.000 Studiengänge (siehe Hochschulkompass) und mehr als 400 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl (Siehe Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Wir finden den passenden Berufsweg für Dich!

    Die Studien- und Berufssuche kann die Suche nach der Nadel im Heuhaufen sein. Auf Basis der  wissenschaftlich fundierten Neigungs- und Denkstilanalyse lässt sich aufzeigen, wo Deine Neigungen und Fähigkeiten liegen – und welche beruflichen Wege zu Dir passen.

    Im Coaching klären wir gemeinsam Deine Fragen und entwickeln einen individuellen Fahrplan.

    Abi und was dann? – ist somit sowohl ein Coaching, als auch ein Mentoring und wir finden ganz sicher den passenden Berufsweg für Dich!

  • Ist ein Duales Studium besser als eine abgeschlossene Ausbildung?

    Mehr und mehr zeigt sich in den Coachings von Abi und was dann?, dass vielen der Unterschied zwischen der „Dualen Ausbildung“ und dem „Dualen Studium“ nicht bewusst ist. Mit Blick auf Definitionen und die umgangssprachlichen Nutzung der Begriffe, kann es zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.

    Definition Duale Ausbildung/Berufsausbildung

    Unter anderem im Wirtschaftslexikon findet sich dazu eine Definition. Grundsätzlich läss sich sagen, dass eine duale (betriebliche) Ausbildung in Deutschland schon seit 1969 existiert. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erstmals bundesweit eine einheitliche Regelung für die Ausbildung in Betrieben festgelegt. Das duale Ausbildungssystem gibt es in Deutschland also schon seit über 50 Jahren. Die Ausbildung erfolgt in einem Betrieb. Während der Ausbildung besucht man eine Berufsschule, dort wird theoretisches, aber auch praktisches Wissen vermittelt (Siehe auch: Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Aufgrund der Tätigkeit im Betrieb sowie dem Besuch der jeweiligen Berufsschule, spricht man von einer Dualen Ausbildung, weil an zwei verschiedenen Orten gelernt wird. Heute nach wie vor umgangssprachlich als „Ausbildung“ bezeichnet.

    Wesentlicher Vorteil einer Ausbildung:

    Die abgeschlossene Berufsausbildung  zählt als erste Berufserfahrung!

    Ein kurzer Blick in die Historie des Dualen tudiums

    In den 1970er-Jahren stieg die Zahl der Abiturienten stark an und es gab Unternehmen die befürchteten, keine Auszubildenden mehr zu finden. Sie schlugen deshalb vor, die Ausbildung mit Inhalten der Hochschule zu verknüpfen, um diese Ausbildungsform wieder attraktiv zu gestalten. Dazu wurden erste Bildungseinrichtungen gegründet (Berufsakademien).

    Im Jahr 2009 wurde diese zu Dualen Hochschulen umgewandelt. Hier lassen sich Duale Studiengänge in Deutschland finden:  Duales Studium

    Die Bezeichnung „Duales Studium“ steht für ein Studienmodell, in dem eine akademische Ausbildung mit einer praktischen (betrieblichen) Tätigkeit verbunden wird. Mit der Zielsetzung, dass der Studierende die Möglichkeit hat, theoretisches Wissen im betrieblichen Alltag praktisch umzusetzen.

    Darüber hinaus existiert das Ausbildungsintegrierte Duale Studium

    Das ausbildungsintegrierte Duale Studium verbindet eine Berufsausbildung mit einem Studium. Die Studierenden erlangen dabei sowohl einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor) als auch einen anerkannten Berufsabschluss (z.B. IHK Abschluss). Die praktischen Phasen finden in der Regel in einem Unternehmen statt, während die theoretischen Phasen an einer Hochschule oder dualen Hochschule absolviert werden. Dauer: ca. 4 – 5 Jahre

    Unterschied zum Praxisintegrierten Dualen Studium

    Beim praxisintegrierten Dualen Studium existiert keine parallele Berufsausbildung. Stattdessen wird das Studium durch intensive Praxisphasen ergänzt, die in der Regel bei einem Kooperationsunternehmen durchgeführt werden. Hier erlangen die Studierenden nach erfolgreicher Absolvierung einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor). Dauer: 3 – 4 Jahre.

    Weitere Duale Studienmöglichkeiten

    Sofern man bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat – gibt es noch folgende Duale Studienangebote:

    • Das berufsintegrierende duale Studium

    Man verfügt bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung, möchte sich in einer bestimmten Fachrichtung weiterbilden, benötigt dazu aber ein Studium. Dann kombiniert das berufsintegrierende duale Studium die derzeitige Tätigkeit. Daher sollten Berufstätigkeit und Studienfach (Studieninhalte) einen Bezug haben. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    • Das berufsbegleitende Duale Studium

    Beim berufsbegleitenden dualen Studium verfügt man idealerweise ebenfalls über eine abgeschlossene Ausbildung. In Form einer Weiterbildung strebt man mit dem berufsbegleitenden dualen Studium einen Bachelor-Abschluss an, um seine Karriere entsprechend weiterentwickeln zu können. Das bedeutet, man arbeitet in der Regel Vollzeit, um Geld zu verdienen, gleichzeitig studiert man z. B. in Form eines Fernstudiums (Selbststudium). In der Regel erfolgt dieses Studium in enger Absprache mit dem Arbeitgeber, um Unterstützung zu erhalten, wenn es z. B. darum geht, für Prüfungen freigestellt zu werden. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    Zeitmodelle bei Dualen Studien

    Für die verschiedenen Dualen Studienmöglichkeiten existieren unterschiedlichste Zeitmodelle. Da ist zum einen das Blockmodell oder auch Wochenmodell genannt. Im Blockmodell verbringt man abwechselnd längerer Zeiten (Zeitblöcke) im Unternehmen und an der Hochschule/Berufsakademie.

    Die bekannteste Zeitvariante und von den meisten Anbietern genutzte System basiert auf Blöcken von je drei Monaten bzw. zwölf Wochen. Es ist meist unabhängig von den Semesterzeiten an anderen Hochschulen.

    Es gibt aber auch die Variante, dass man während der Semesterzeiten am normalen Studienbetrieb teilnimmt und die Praxisphasen während der vorlesungsfreien Zeit absolviert. Die Semesterferien entfallen somit. Im Schnitt dauert ein Semester ca. 14 bis 15 Wochen, die vorlesungsfreie Zeit liegt dann im Frühjahr bei ca. zwei Monaten und im Sommer/Herbst bei ca. drei Monaten, die man dann bei dem jeweiligen dualen Partnerunternehmen verbringt.

    Der Vorteil dieses Modells ist, dass man sich während der jeweiligen Ausbildungs- oder Vorlesungsphase nur auf diese eine Phase konzentrieren muss. Der Nachteil: durch die langen Abwesenheitsphasen im Unternehmen können wichtige Entscheidungen und Entwicklungen – z. B. bei der Projektarbeit – verpasst werden.

    Im Wochenmodell wechseln sich Praxis- und Vorlesungszeiten in der Woche ab. Oftmals verbringt man als dualer Student drei Tage im Unternehmen und zwei Tage in der Hochschule.

    Der Vorteil hierbei ist, dass man sowohl im Studium als auch im Unternehmen immer auf dem laufenden Stand bleibt, da die Zeiträume zwischen Theorie- und Praxisphasen nicht so groß sind. Der Nachteil ist, dass man sich auf zwei Lehrsysteme konzentrieren muss.

    Lässt man die aufgeführten Betrachtungen sacken, ist festzustellen, dass die Umstände heute – im Jahr 2025 – sich im Vergleich zu den 1970er Jahren nicht wesentlich verändert haben. Derzeit haben wir noch viel mehr Abiturienten, als in den 1970er Jahren. Jeder 2. Schüler in Deutschland wird aktuell zum Abitur geführt.

    Die Anzahl der Ausbildungen, aber insbesondere die Anzahl der Studiengänge (über 22.000) ist unüberschaubar angewachsen. Und: der Fachkräftemangel ist trotz Einführung des Dualen Studiums  eingetreten.

    Schlussfolgerung

    Das Duale Studium (ohne vorherigen Abschluss einer Ausbildung) ist vor allem mit Blick auf den Zeitaufwand anspruchsvoll. – Eine abgeschlossene Ausbildung gilt als erste Berufserfahrung!

    Die Verdienstmöglichkeiten im Rahmen eines Dualen Studiums müssen immer in Bezug auf Branchen gesehen werden und man sollte sich vorher bei seinem Praxispartner informieren.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die klassische abgeschlossene Duale Ausbildung zu Recht als erste Berufserfahrung anerkannt wird, da man sich für den Beruf mit entsprechender Abschlussprüfung qualifiziert. Von daher ist es also wichtig zu überlegen, welchen Aufwand man bei einem Dualen Studium mit Praxiserfahrung zu leisten hat oder ob möglicherweise der Abschluss einer klassischen Ausbildung – die als Berufserfahrung zählt – zuerst die passendere Wahl ist.

  • Gibt es den einen Karriereweg? – Nein!

    In den Coachings von Abi und was dann? zeigt sich oft, dass viele sich zum Ende der Schulzeit vor allem deshalb unter Druck gesetzt fühlen, weil sie der Meinung sind, mit einer Ausbildung oder einem Studium legen sie den gesamten Berufsweg schon frühzeitig fest. – Das stimmt nur bedingt!

    Wesentlich wichtiger ist es, eine Ausbildung oder ein Bachelor-Studium als einen Mosaikstein für sich und den zukünftigen Berufsweg anzusehen. Gerade in der heutigen Zeit der Digitalisierung und der fortlaufenden Veränderungen, die sich auch durch künstliche Intelligenz (KI) ergeben, ist es wichtig, die berufliche Karriere fortlaufend weiter zu entwickeln. Denn Berufe und Berufsinhalte ändern sich.

    Reine Theorie reicht heute nicht mehr für den Berufseinstieg

    Mit Blick auf die heutigen Anforderungen, die eine Vielzahl von Arbeitgebern stellen, gilt es nicht nur theoretische Berufskenntnisse vorzuweisen, sondern vor allem Praxiserfahrung nachweisen zu können. Auch deshalb kann es eine richtige Entscheidung sein, als Abiturient:in zuerst über eine Ausbildung nachzudenken. Denn, die abgeschlossene Ausbildung zählt bereits als Berufserfahrung!

    Ein Studium anzuschließen ist deshalb nicht ausgeschlossen. Manchmal wird in den Coachings argumentiert, dass diese Vorgehensweise einen Zeitverlust darstellt. Das Gegenargument lautet:

    Das zügig abgeschlossene Studien (Bachelor und Master) – ohne Praxiserfahrung – kann dazu führen, zunächst erst einmal als Berufseinsteiger mit einem befristeten Jahresarbeitsvertrag ausgestattet zu werden. Die jeweiligen Unternehmen nutzen diese Procedere, um sich ein Bild machen können, ob man sich im Arbeitsleben bewährt. Dieses „Jahrespraktikum“ wäre eher als ein verlorenes Arbeitsjahr anzusehen!

    Mit Blick auf ein Bachelor-Studium ist es eine weitere Überlegung, sich nicht sofort zu spezialisieren. Besser ist es, im Bachelor ein Grundlagenfach auszuwählen und sich erst im Master zu spezialisieren. Also beispielsweise Informatik (Bachelor) und im Master erfolgt eine Spezialisierung auf z. B. Data Science. Oder man studiert allgemeine BWL, um sich im Master auf Marketing oder Finanzen oder beispielsweise auf Personalwesen oder ähnlich zu spezialisieren.

    Vorteile allgemeiner Bachelor-Studiengänge

    Diese Vorgehensweise zeigt auf, wie sich ein Lebenslauf Baustein für Baustein zusammensetzen kann. Insbesondere allgemeine Bachelorstudiengänge verschaffen einem die Zeit, sich erst nach drei Jahren (6 Semestern) für einen konkreten Berufsweg zu entscheiden und diesen mit dem passenden Masterstudiengang zu konkretisieren. In der Regel sind alle Bachelorstudiengänge so aufgebaut, dass sie bis zum 4. Semester die jeweiligen Grundlagenfächer anbieten. Im 5./6. Semester wählt man Schwerpunktfächer, die einem in beruflicher Hinsicht passend erscheinen.

    Berufsrichtung mit dem Master-Studiengang festlegen

    Erst mit der Wahl des Masterstudiengangs erfolgt also eine berufliche Festlegung. Bis dahin wären mit Ausbildung und Bachelor-Studium schon mal 5 – 6 Jahre vergangen, in denen man älter und reifer wird, um immer besser eine berufliche Entscheidung treffen zu können.

    Das eine Unternehmen, das einen in den nächsten 30 – 35 Berufsjahren beschäftigt, ist unter den heute existierenden Rahmenbedingungen in der freien Wirtschaft eher unrealistisch. Ebenso die einzigartige, durchgängig ansteigende Karriereleiter. Vielmehr liegt es heute mehr denn je an jedem einzelnen, sich fortlaufend zu qualifizieren und weiterzubilden. Sollte es möglicherweise in einem Unternehmen nicht so weitergehen, wie man sich das vorstellt, hat man die Option, sich in einem anderen Unternehmen zu bewerben, um die persönliche Weiterentwicklung dort voranzutreiben.

    Dementsprechend haben die Worte „lebenslanges Lernen“ heute besondere Bedeutung, denn nur der eine Berufsweg existiert so gut wie nicht mehr.

    Lebenslanges Lernen

    Lebenslanges Lernen bezieht sich darauf, mit neuen Situationen im Beruf umzugehen, zu lernen und ggf. Konsequenzen ziehen zu können. Nicht immer kann man sich dabei Lebenssituationen selbst aussuchen, wie uns beispielsweise die Corona-Pandemie aufgezeigt hat. Aber jeder hat die Möglichkeit, mit fortlaufender persönlicher Weiterentwicklung, den veränderten Rahmenbedingungen entgegentreten zu können.

    Um es in einem Bild auszudrücken: es ist wie bei einer Treppe – man kann mit jeder beruflichen Qualifikation eine Stufe höher steigen. Gleichzeitig kann man auf jeder Stufe entscheiden, ob man verweilt oder eine Stufe weiter steigt. Manchmal muss man auch eine Stufe zurückzugehen, um an anderer Stelle die Treppenstufen schneller hoch zu kommen.

    Wichtig ist nur, dass man jederzeit auf Veränderungen eigenständig reagieren kann. In der Konsequenz bedeutet das, nicht der eine Berufsweg, mit der einen Ausbildung und dem einen Studium ist entscheidend, sondern: „Der Weg ist das Ziel“

    Um diesen Berufsweg erfolgreich beschreiten zu können, ist es mehr als hilfreich, die persönlichen Neigungen- und Präferenzen zu kennen und diese beruflich zu nutzen. Denn dann kann Arbeit Spaß machen und man verdient dabei auch noch Geld.

    Das Hobby zum Beruf machen

    Das Hobby zum Beruf zu machen – dabei unterstützt das Coaching von Abi und was dann?, um dabei zugleich die eigene, vielfältige berufliche Erfahrung einzubringen, die ich erfahren habe und bis heute lerne ich jeden Tag dazu. Ob im Coaching von „Abi und was dann?“, als Bewerbungscoach, beim Mentoring in der in der Fragestellung Im Studium – und jetzt? oder bei der Tätigkeit als Persönlichkeitsprofiler.

  • Wie lässt sich ein Studium finanzieren?

    Auf Messen wird am Stand von Abi und was dann? vermehrt die Frage nach der Studienfinanzierung gestellt. Es gibt etliche Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Dabei ist die persönliche Situation ausschlaggebend.

    Nachfolgend eine Zusammenstellung von Finanzierungsmöglichkeiten. Wobei der Fokus auf Stipendien liegt, die nicht aufgrund eines hohen NC’s vergeben werden. Außerdem wird in Bezug auf Studienfinanzierung eine abgeschlossene Ausbildung vor dem Studium genauer betrachtet.

    1. BAföG: Unterstützung vom Staat

    BAföG ist eine finanzielle Unterstützung für Studierende, die auf elterliche Hilfe angewiesen sind. In der Regel ist BAföG wie folgt strukturiert:

    50 % als Zuschuss und 50 % als zinsfreies Darlehen, das später teilweise zurückgezahlt werden muss. BAföG- berechtigt sind Studierende, die nicht von ihren Eltern unterstützt werden können, in Deutschland studieren und in bestimmten Einkommensgrenzen liegen. Es existieren ein paar Ausnahmen, z. B. bei besonders guten Noten oder wenn man die Altersgrenze von 45 Jahren noch nicht überschritten hat.

    Oftmals ist das BAföG-Amt beim lokalen Studierendenwerk angesiedelt. Das Studierendenwerk ist für das Studierenden-BAföG an allen Hochschulen zuständig, die auch vom Studierendenwerk betreut werden.

    Tipp: Man sollte rechtzeitig mit dem Antrag beginnen (z. B. auch wegen Bearbeitungszeit). Daher kann es hilfreich sein, eine BAföG-Beratung an der Hochschule in Anspruch zu nehmen, um Fehler zu vermeiden.

    2. Stipendien: Geld vom Förderer – auch ohne NC

    Als Stipendium bezeichnet man die finanzielle Unterstützung durch Stiftungen, Unternehmen oder Organisationen, die nicht zurückgezahlt werden muss. Ein Stipendium ist häufig eine Förderung für besonders begabte, engagierte oder bedürftige Studierende.

    Es existieren ebenso Stipendien, die ohne NC-Vorgabe vergeben werden können. Das bedeutet, dass bei diesen Stipendien der Numerus Clausus (NC) keine Rolle spielt. Diese werden oft auf Basis von sozialen, politischen oder persönlichen Engagements vergeben. Hierzu gehören beispielsweise:

    Evangelisches Studienwerk Villigst – fördert Studierende mit sozialem oder gesellschaftlichem Engagement, vor allem aus dem Bereich der Evangelischen Kirche. Neben einem finanziellen Zuschuss gibt es auch Fortbildungsangebote und ein Netzwerk von Gleichgesinnten.

    Katholische Akademische Ausländerschule (KAAD) – bietet Stipendien für Studierende aus Entwicklungsländern, die sich durch besonderes soziales Engagement oder akademische Leistung auszeichnen. Besonders interessant für Studierende, die in internationalen und sozialen Projekten tätig sind.

    Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) – fördert Studierende, die sich durch soziales und politisches Engagement auszeichnen. Besonders für Studierende, die ein starkes Interesse an gesellschaftlicher Verantwortung und politischer Mitgestaltung haben.

    Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – vergibt Stipendien an Studierende, die sich politisch oder sozial engagieren und ein starkes Interesse an sozialer Gerechtigkeit haben. Hier steht das Engagement für Demokratie und sozialer Ausgleich im Vordergrund.

    Hans-Böckler-Stiftung – fördert Studierende, die sich in den Bereichen Gewerkschaftsarbeit oder soziale Bewegungen engagieren. Besonders für Studierende aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

    Die zuletzt genannten Stipendienprogramme legen großen Wert auf soziales und gesellschaftliches Engagement und bieten Studierenden nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden und Netzwerke zu knüpfen. Allerdings ist bei diesen Stipendien zu beachten, dass die Beantragung mit Aufwand verbunden ist und somit umfangreich und oftmals zeitintensiv sein kann. Daher rechtzeitig vor Studienbeginn mit der Auswahl und der Bewerbung beginnen. Der Aufwand kann sich lohnen, weil man anschließend eine finanzielle Unterstützung erhalten kann, die nicht zurückgezahlt werden muss.

    Weitere Informationen zu Stipendien und Studienförderung kann bei Stiftungsuche finden!

    Tipp: Man sollte auf jeden Fall auch kleinere Stipendienprogramme in Betracht ziehen. Dabei ist es wichtig, die eigene Motivation klar und persönlich rüberzubringen, da vor allem Engagement außerhalb der Hochschule zählt.

    3. Studienkredite: Finanzierung auf Kredit

    Hierbei geht es um Kredite, die speziell für Studierende angeboten werden, um das Studium zu finanzieren. Beispiele: KfW-Studienkredit, private Banken oder Bildungsfonds. Die Besonderheit bei diesen Krediten ist, dass es eine Flexibilität bei der Rückzahlung gibt. Man kann oft nach dem Studium mit der Rückzahlung beginnen.

    Wichtig ist aber im Hinterkopf zu behalten, dass die Kredite nicht zinsfrei sind. Zudem sollte man sich die Zinssätze genau anzusehen und Angebote vergleichen. Ebenso sollte man auf die Rückzahlungsbedingungen achten: Dabei geht es vor allem um die Fragen:

    Wie lange hat man Zeit, nach dem Studium zu zahlen?

    Gibt es flexible Rückzahlungsoptionen, je nach Einkommen?

    Ein Tipp in Sachen Studienkredit ist, nur so viel aufzunehmen, wie wirklich benötigt wird. Außerdem sollte man die Rückzahlungsoptionen vorher genau prüfen und kalkulieren. Möglicherweise sollte man Bildungskredite mit besonders flexiblen Rückzahlungsmodellen in Betracht ziehen.

    4. Nebenjobs, Werkstudentenstellen: Geld verdienen während des Studiums

    Arbeit neben dem Studium hilft nicht nur finanziell sondern auch dabei, praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke aufzubauen. Werkstudentenjobs sind besonders vorteilhaft, da sie sozialversicherungsfrei sind (bis 20 Stunden/Woche während des Semesters). Als typische Nebenjobs gelten Werkstudentenstellen in der eigenen Studienrichtung, Tutorenstellen, Gastronomie, Einzelhandel oder als Freelancer. Werkstudentenjobs sind eine sehr gute Grundlage für finanzielle Entlastung und man sammelt  praktischen Erfahrungen. Dabei sollte man sich rechtzeitig über Steuerpflichten und Sozialversicherungsbeiträge informieren sowie darauf zu achten, dass man eine Balance zwischen Arbeit und Studium findet.

    5. Studienfinanzierung durch eine abgeschlossene Ausbildung und Rückkehr in den ausgebildeten Beruf

    Wer vor dem Studium bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat, kann während die Semesterferien nutzen, um wieder in seinen früheren Job zurückzukehren. Dies bietet nicht nur eine verlässliche Einnahmequelle sondern hat auch den Vorteil, dass man sich mit dem Arbeitsplatz gut auskennt, das Arbeitsumfeld meist vertraut ist und man möglichweise mehr verdient, als mit möglichen Aushilfstätigkeiten.

    Die Vorteile dieser Finanzierungsoption liegen hierbei in stabilen Einnahmen. Da man schon Erfahrungen in dem Job gesammelt hat, ist es einfacher, auch in den Semesterferien Vollzeit zu arbeiten und ein gutes Einkommen zu erzielen. Zudem ist der Verwaltungsaufwand gering. Da man bereits als ausgebildete Fachkraft in dem gearbeitet hat, kann man schneller wieder einsteigen und musst nicht erneut angelernt werden. Dies spart Zeit und Energie auf der eigenen Seite und auf Seiten des Unternehmens. Zugleich gewinnt man weiter Berufserfahrung. Durch das Arbeiten in dem erlernten Beruf kann man wertvolle Praxiserfahrung sammeln, die später in einem Studium und beim Berufseinstieg von Nutzen sein kann.

    Tipp: Frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen. Möglichst vor dem Studium mit dem Ausbildungsbetrieb klären, ob man während der Semesterferien zurückkehren kann. Oftmals gibt es feste Vereinbarungen oder sogar Rückkehroptionen nach dem Studium.

    Als weitere Punkte zur Studienfinanzierung können genannt werden:

    • Unterstützung durch die Eltern, dabei gibt es Freibeträge und Steuererleichterungen für Eltern
    • Kindergeld – bis zum 25. Lebensjahr möglich, sofern man sich in Ausbildung oder einem Studium befindet
    • Bildungsfonds, Förderprogramme – hierbei übernehmen private Unternehmen oder Fonds die Finanzierung des Studiums gegen eine spätere einkommensabhängige Rückzahlung
    • Erasmus, Auslandsförderungen – Förderprogramme für Auslandssemester oder Auslandspraktika. Neben Erasmus gibt es auch DAAD-Stipendien
    • Unterhalt oder Wohngeld wird unter bestimmten Voraussetzungen als ergänzende Hilfe wie Unterhaltsvorschüsse oder Wohngeld gewährt
    • Crowdfunding & Sponsoring – beides sind eher unkonventionelle Wege, die man über Plattformen wie z. B. gofundme oder durch Unternehmenspartnerschaften nutzen kann

    Fazit: Studienfinanzierung rechtzeitig angehen

    Es ist in jedem Falle richtig und wichtig, sich frühzeitig mit der Studienfinanzierung Auseinanderzusetzen und möglicherweise nicht nur eine Lösung zu wählen, sondern mehrere Finanzierungsquellen zu kombinieren. Dabei können Anlaufstellen wie BAföG-Amt, Stipendien-Datenbanken oder Beratungseinrichtungen der Universität sehr hilfreich sein.

    Mitentscheidend ist, dass man bei der Studienfinanzierung Verantwortung übernimmt und es lohnenswert ist, sich die Vielzahl der Hilfsmöglichkeiten anzuschauen und zu nutzen.

  • Ausbildungs- oder Studienwahl gleich lebenslanger Beruf?

    Viele junge Menschen stehen heute unter dem Druck, mit der Studien- oder Berufswahl ihre Zukunft festzulegen. Doch die gute Nachricht lautet: Heute bedeutet keine Entscheidung ein lebenslanges „Entweder-oder“. Stattdessen sind die Wege vielfältig und Anpassungen jederzeit möglich

    Aufgrund der großen Anzahl der Studiengänge (aktuell mehr als 22.000 Studiengänge – siehe auch Hochschulkompass) und einer Vielzahl an Spezialisierungen, ist diese Annahme zumindest nicht unberechtigt. Doch im Zeitalter der Digitalisierung entwickeln sich unter anderem „alte Berufe“ fortlaufend weiter. Zugleich entstehen ganz neue Berufe.

    Veränderte Berufswelt und gleichzeitig berufliche Sicherheit – geht das?

    Im Streben nach einer beruflichen Sicherheit wäre es natürlich wünschenswert, wenn es den einen – lebenslangen – Job gäbe. Die Elterngeneration hat hier und da noch das Empfinden, dass häufige Jobwechsel im Lebenslauf eher schlecht aussehen. Zugleich hoffen Schüler/Innen heute darauf, dass sie die Möglichkeiten bekommen, sich beruflich selbst zu verwirklichen, man Spaß im Beruf hat, über viel Freizeit verfügt, ein hohes Gehalt beziehen kann und berufliche Sicherheit herrscht (siehe auch: „Generation Greta … „Welt vom 17.08.2019).

    So sehr man das jedem Einzelnen wünschen würde, die Realität sieht oft anders aus. Das schürt wiederum andere Ängste, weil man sich als junger Mensch seiner beruflichen Existenz nie sicher sein kann. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb die „Generation Greta“ sich am häufigsten den Arbeitgeber Polizei wünscht. Anerkennung, Sinn, sicherer Arbeitsplatz – das wird mit diesem Job bei jungen Menschen verbunden. Das Thema Überstunden sowie, dass Einsätze der Polizei – z. B. bei den Krawallen z. B. in Hamburg auch Bestandteile des Polizistenberufs sind,erschreckt manche Coachees von Abi und was dann? sehr, sodass Zweifel an der Berufswahl aufkommen.

    Berufswunsch Polizist/In

    Selbst, wenn der Berufswunsch Polizist/In realisiert würde, ist es dann der Job für das Leben? Es könnte zumindest der Staatsdienst sein, aber in unterschiedlichen Funktionen oder Bereichen. Es gibt aber auch „Polizei-Aussteiger“. Die arbeiten z. B. in Detekteien oder bauen solche selbständig auf, übernehmen leitende Positionen bei privaten Sicherheitsfirmen oder ähnlich. Das zeigt: die lebenslange Tätigkeit in einem Beruf ist eher nicht das Ziel – oder sollte es nicht sein.

    Jeder Berufsabschluss bedeutet eine Qualifikationsstufe mehr

    Vielmehr ist es heute wichtig, seine Ausbildung und/oder das Studium so zu wählen, dass man mit jedem Abschluss eine weitere Qualifikationsstufe erreicht. Eine abgeschlossene Ausbildung zählt als erste Berufserfahrung. Sehr wichtig in einem Zeitalter, in der viele „nur“ auf ein Studium fixiert sind. Zudem lässt sich mit der abgeschlossenen Ausbildung möglicherweise ein anschließendes Studium finanzieren (siehe auch: Wie lässt sich ein Studium finanzieren?)

    Die Philosophie lautet: DER WEG IST DAS Ziel!

    Auf diesem Weg zählt jeder berufliche Abschluss als eine weitere Stufe im Berufsleben. Man sollte sich persönlich die Möglichkeit verschaffen, im Leben – Berufsleben – immer eine berufliche Auswahl offen halten zu können. Heute verändern sich Unternehmen, Organisationen und Strukturen häufig. Passen diese Veränderungen nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen, sollte man über berufliche Alternativen nachdenken – love it, change it or leave it!

    Es geht heute nicht mehr um die Festlegung eines Jobs/eines Berufs auf Lebenszeit – so sehr sich viele eine solche berufliche Sicherheit wünschen. Es geht darum, sich Stück für Stück so zu qualifizieren, dass man auch in kritischen Berufssituationen eine Auswahlmöglichkeit besitzt. Optimal ist dabei, dass man über seine eigenen Neigungen und Denkstile informiert ist, weil sich dadurch Studienfelder/Berufe finden lassen, die zu einem passen.

    Zum anderen spricht das schrittweise erreichen von beruflichen Qualifikationen dafür, dass man sich eben nicht zu früh festlegt!

    Daher ist es besser, im Bachelor ein allgemeines Grundlagenfach, wie z. B. BWL, VWL, Ingenieurwesen, Jura oder ähnlich zu studieren. Eine Spezialisierung kann mit dem Masterstudium erfolgen. Damit würde man die Studienänderungen, die sich mit dem damaligen Bologna-Prozess ergeben haben, optimal für sich nutzen.

    Bei manchen spezialisierten Studienfächern stellt sich die Frage, wie und wo man damit beruflich landen will? Zum Beispiel mit Coffeemanagement oder Friesische Philologie (siehe auch arbeitsABC).

    Die Veränderungen, die heute Künstliche Intelligenz (KI) in das Berufsleben einbringt, zwingen geradezu in ein „lebenslanges Lernen“! Wer sich seiner Neigungen und Fähigkeiten noch nicht bewusst ist, dem kann mit dem Coaching Abi und was dann? und der darin enthaltenen Neigungs- und Denkstilanalyse geholfen werden!

  • Zeitpunkt: Wann sollte man sich Gedanken über die Zeit nach dem Abi machen?

    Nach dem Abi stehen mehr als 22.000 Studiengänge, über 300 Ausbildungen, Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ, Work & Travel, eine Sprachreise, jobben oder ähnlich zur Auswahl. Es existieren also etliche Möglichkeiten nach dem Abitur.

    Der eine Abiturient oder die andere Abiturientin fühlt sich auf Grund der riesigen Auswahl überfordert und schiebt Entscheidungen vor sich her. In die Coachings von Abi und was dann? kommen immer wieder junge Menschen, die der Meinung waren, sie gehen nach dem Abitur zunächst einmal ins Ausland oder machen ein FSJ. Sie erhofften sich dabei, dass sie ein Geistesblitz trifft, der den Berufsweg aufzeigt.

    Sicherlich ist es auch nach einem Auslandsaufenthalt noch nicht zu spät, eine Entscheidung zu treffen. Allerdings wäre es schade, wenn man dann gedanklich wieder an der Stelle anfangen muss, von der man nach dem Abitur eigentlich „eher abgehauen“ ist.</p>

    Aus Coaching-Sicht erscheinen daher die Osterferien – etwas mehr als 1 Jahr vor den Abiturprüfungen – ein geeigneter Zeitraum zu sein, die Vielzahl der Wahlmöglichkeiten für sich selbst genauer in Betracht zu ziehen und zu prüfen, was muss ich tun, um den nächsten Schritt nach dem Abitur einzuleiten.

    Optionen /  Planung für die Zeit nach dem Abitur?

    In Bezug auf ein mögliches Studium kann man sich beispielsweise über die Inhalte von Studiengängen informieren und sich Tage der offenen Tür an einer Hichschule heraussuchen. Abgesehen von den Studieninhalten wäre es vielleicht ja auch mal ganz hilfreich, die Hochschule selbst, sowie Studierende oder auch Professoren vorab kennengelernt zu haben.

    Mit Blick auf eine mögliche Ausbildung wären die Osterferien – ein Jahr vor dem Abitur von Bedeutung. Begründung: In der Regel beginnen Ausbildungen zum 01.08 eines jeden Jahres. Um also mögliche Ausbildungen prüfen und entsprechende Ausbildungsangebote suchen zu können.

    Auch für mögliche Auslandsaufenthalte, Sprachreisen,Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ oder ähnlich wären die Osterferien ein guter Startzeitpunkt. Denn es gibt viele Anbieter, die hier unterstützen können. Oftmals kann man diese Anbieter deutschlandweit bei Messen, wie z. B. der ABI Zukunft oder der BACHELOR AND MORE o. ä. treffen. Die Messetermine stehen recht früh fest, sodass man sich diese in den Kalender eintragen kann und sie als Informationstermine nutzt.

    Und wer noch so gar keine Vorstellung hat, dem hilft ein Coaching von Abi und was dann? nicht nur mit einer Neigungs- und Denkstilanalyse, um die passende Studien- und Berufswahl treffen zu können. Das Coaching unterstützt auch bei der grundsätzlichen Vorgehensweise für die Zeit nach dem Abitur. Hier wären ebenso die Osterferien – ein Jahr vor dem Abi – ein optimaler Zeitpunkt!

    Wer mehr noch erfahren möchte – einfach Kontakt aufnehmen: telefonisch oder per Mail – ich freu‘ mich auf drauf!