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  • Ist ein Duales Studium besser als eine abgeschlossene Ausbildung?

    Mehr und mehr zeigt sich in den Coachings von Abi und was dann?, dass vielen der Unterschied zwischen der „Dualen Ausbildung“ und dem „Dualen Studium“ nicht bewusst ist. Mit Blick auf Definitionen und die umgangssprachlichen Nutzung der Begriffe, kann es zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.

    Definition Duale Ausbildung/Berufsausbildung

    Unter anderem im Wirtschaftslexikon findet sich dazu eine Definition. Grundsätzlich läss sich sagen, dass eine duale (betriebliche) Ausbildung in Deutschland schon seit 1969 existiert. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erstmals bundesweit eine einheitliche Regelung für die Ausbildung in Betrieben festgelegt. Das duale Ausbildungssystem gibt es in Deutschland also schon seit über 50 Jahren. Die Ausbildung erfolgt in einem Betrieb. Während der Ausbildung besucht man eine Berufsschule, dort wird theoretisches, aber auch praktisches Wissen vermittelt (Siehe auch: Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Aufgrund der Tätigkeit im Betrieb sowie dem Besuch der jeweiligen Berufsschule, spricht man von einer Dualen Ausbildung, weil an zwei verschiedenen Orten gelernt wird. Heute nach wie vor umgangssprachlich als „Ausbildung“ bezeichnet.

    Wesentlicher Vorteil einer Ausbildung:

    Die abgeschlossene Berufsausbildung  zählt als erste Berufserfahrung!

    Ein kurzer Blick in die Historie des Dualen tudiums

    In den 1970er-Jahren stieg die Zahl der Abiturienten stark an und es gab Unternehmen die befürchteten, keine Auszubildenden mehr zu finden. Sie schlugen deshalb vor, die Ausbildung mit Inhalten der Hochschule zu verknüpfen, um diese Ausbildungsform wieder attraktiv zu gestalten. Dazu wurden erste Bildungseinrichtungen gegründet (Berufsakademien).

    Im Jahr 2009 wurde diese zu Dualen Hochschulen umgewandelt. Hier lassen sich Duale Studiengänge in Deutschland finden:  Duales Studium

    Die Bezeichnung „Duales Studium“ steht für ein Studienmodell, in dem eine akademische Ausbildung mit einer praktischen (betrieblichen) Tätigkeit verbunden wird. Mit der Zielsetzung, dass der Studierende die Möglichkeit hat, theoretisches Wissen im betrieblichen Alltag praktisch umzusetzen.

    Darüber hinaus existiert das Ausbildungsintegrierte Duale Studium

    Das ausbildungsintegrierte Duale Studium verbindet eine Berufsausbildung mit einem Studium. Die Studierenden erlangen dabei sowohl einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor) als auch einen anerkannten Berufsabschluss (z.B. IHK Abschluss). Die praktischen Phasen finden in der Regel in einem Unternehmen statt, während die theoretischen Phasen an einer Hochschule oder dualen Hochschule absolviert werden. Dauer: ca. 4 – 5 Jahre

    Unterschied zum Praxisintegrierten Dualen Studium

    Beim praxisintegrierten Dualen Studium existiert keine parallele Berufsausbildung. Stattdessen wird das Studium durch intensive Praxisphasen ergänzt, die in der Regel bei einem Kooperationsunternehmen durchgeführt werden. Hier erlangen die Studierenden nach erfolgreicher Absolvierung einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor). Dauer: 3 – 4 Jahre.

    Weitere Duale Studienmöglichkeiten

    Sofern man bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat – gibt es noch folgende Duale Studienangebote:

    • Das berufsintegrierende duale Studium

    Man verfügt bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung, möchte sich in einer bestimmten Fachrichtung weiterbilden, benötigt dazu aber ein Studium. Dann kombiniert das berufsintegrierende duale Studium die derzeitige Tätigkeit. Daher sollten Berufstätigkeit und Studienfach (Studieninhalte) einen Bezug haben. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    • Das berufsbegleitende Duale Studium

    Beim berufsbegleitenden dualen Studium verfügt man idealerweise ebenfalls über eine abgeschlossene Ausbildung. In Form einer Weiterbildung strebt man mit dem berufsbegleitenden dualen Studium einen Bachelor-Abschluss an, um seine Karriere entsprechend weiterentwickeln zu können. Das bedeutet, man arbeitet in der Regel Vollzeit, um Geld zu verdienen, gleichzeitig studiert man z. B. in Form eines Fernstudiums (Selbststudium). In der Regel erfolgt dieses Studium in enger Absprache mit dem Arbeitgeber, um Unterstützung zu erhalten, wenn es z. B. darum geht, für Prüfungen freigestellt zu werden. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    Zeitmodelle bei Dualen Studien

    Für die verschiedenen Dualen Studienmöglichkeiten existieren unterschiedlichste Zeitmodelle. Da ist zum einen das Blockmodell oder auch Wochenmodell genannt. Im Blockmodell verbringt man abwechselnd längerer Zeiten (Zeitblöcke) im Unternehmen und an der Hochschule/Berufsakademie.

    Die bekannteste Zeitvariante und von den meisten Anbietern genutzte System basiert auf Blöcken von je drei Monaten bzw. zwölf Wochen. Es ist meist unabhängig von den Semesterzeiten an anderen Hochschulen.

    Es gibt aber auch die Variante, dass man während der Semesterzeiten am normalen Studienbetrieb teilnimmt und die Praxisphasen während der vorlesungsfreien Zeit absolviert. Die Semesterferien entfallen somit. Im Schnitt dauert ein Semester ca. 14 bis 15 Wochen, die vorlesungsfreie Zeit liegt dann im Frühjahr bei ca. zwei Monaten und im Sommer/Herbst bei ca. drei Monaten, die man dann bei dem jeweiligen dualen Partnerunternehmen verbringt.

    Der Vorteil dieses Modells ist, dass man sich während der jeweiligen Ausbildungs- oder Vorlesungsphase nur auf diese eine Phase konzentrieren muss. Der Nachteil: durch die langen Abwesenheitsphasen im Unternehmen können wichtige Entscheidungen und Entwicklungen – z. B. bei der Projektarbeit – verpasst werden.

    Im Wochenmodell wechseln sich Praxis- und Vorlesungszeiten in der Woche ab. Oftmals verbringt man als dualer Student drei Tage im Unternehmen und zwei Tage in der Hochschule.

    Der Vorteil hierbei ist, dass man sowohl im Studium als auch im Unternehmen immer auf dem laufenden Stand bleibt, da die Zeiträume zwischen Theorie- und Praxisphasen nicht so groß sind. Der Nachteil ist, dass man sich auf zwei Lehrsysteme konzentrieren muss.

    Lässt man die aufgeführten Betrachtungen sacken, ist festzustellen, dass die Umstände heute – im Jahr 2025 – sich im Vergleich zu den 1970er Jahren nicht wesentlich verändert haben. Derzeit haben wir noch viel mehr Abiturienten, als in den 1970er Jahren. Jeder 2. Schüler in Deutschland wird aktuell zum Abitur geführt.

    Die Anzahl der Ausbildungen, aber insbesondere die Anzahl der Studiengänge (über 22.000) ist unüberschaubar angewachsen. Und: der Fachkräftemangel ist trotz Einführung des Dualen Studiums  eingetreten.

    Schlussfolgerung

    Das Duale Studium (ohne vorherigen Abschluss einer Ausbildung) ist vor allem mit Blick auf den Zeitaufwand anspruchsvoll. – Eine abgeschlossene Ausbildung gilt als erste Berufserfahrung!

    Die Verdienstmöglichkeiten im Rahmen eines Dualen Studiums müssen immer in Bezug auf Branchen gesehen werden und man sollte sich vorher bei seinem Praxispartner informieren.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die klassische abgeschlossene Duale Ausbildung zu Recht als erste Berufserfahrung anerkannt wird, da man sich für den Beruf mit entsprechender Abschlussprüfung qualifiziert. Von daher ist es also wichtig zu überlegen, welchen Aufwand man bei einem Dualen Studium mit Praxiserfahrung zu leisten hat oder ob möglicherweise der Abschluss einer klassischen Ausbildung – die als Berufserfahrung zählt – zuerst die passendere Wahl ist.

  • Spezialisiertes Studium oder allgemeines Fach studieren?

    Es exististieren Schätzungen nach denen zwischen 50% und 70% der angehenden Abiturienten noch keine Vorstellung darüber haben, wie es  nach dem Abitur weitergehen soll. Gleichzeitig denken etliche sofort über ein spezialisiertes Studium nach und wollen kein allgemeines Fach studieren.

    Um Zeit zu gewinnen, gehen viele erst einmal ins Ausland oder absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr ( FSJ).

    Doch auch diese Zeit geht einmal um und viele wissen dann immer noch nicht, was sie beruflich machen sollen. Bei Gesprächen zur Frage Abi und was dann? mit Eltern, Freunden, Bekannten aber auch Lehrern werden häufig „Klischees“ bedient:

    • Du hast Abitur – also solltest/musst Du studieren!
    • Mit Abitur macht man doch keine Ausbildung … oder hast Du so ein schlechtes Abi?
    • Such Dir einen sicheren Job als Polizist oder Lehrer …
    • Mit einem Studium in der Tasche verdient man später auf jeden Fall besser!

    Diese pauschalen Aussagen kommen auch in den Coachings von Abi und was dann? was dann? häufig vor. Bemerkenswert dabei ist, dass die „Ratgeber“ aus dem persönlichen Umfeld stammen, die etliche andere Fakten bei diesen Äußerungen ausblenden oder die Veränderungen in unserer heutigen Zeit nicht wahrnehmen – nicht wahrnehmen wollen.

    So beispielsweise die Tatsache, dass heute mehr als 50% der Schüler das Abitur an unterschiedlichsten Schulformen absolvieren. Damit ist das Abitur zum Standard geworden!

    Mehr als die Hälfte der 20- bis 24-Jährigen hat Abitur – RP

    Mehr als 22.000 Studiengänge

    Was ebenfalls viele persönliche Ratgeber sehr überfordert ist die Vielzahl der Studiengänge (über 22.000 – siehe Hochschulkompass). Wie eine stille Post hat es sich in viele Köpfe eingeschlichen, dass man möglichst spezialisiert sein sollte. Zum Teil, weil die Wirtschaft nach diesen Spezialisten sucht. Zugleich ändern sich aber wirtschaftliche Rahmenbedingungen und dann kann es wieder sein, dass man eher Generalisten anstelle von Spezialisten sucht. All das macht die Beantwortung der Frage „Abi und jetzt?“ nicht einfacher.

    Etliche Hochschulen gingen dazu über, spezialisierte Studiengänge anzubieten. Fächer wie „Green Business Management“ oder „Unterwasser-Meeresbiologie-Technik“ wurden entwickelt und angeboten bis sich schließlich herausstellte, dass die wenigen Absolventen große Schwierigkeiten hatten, damit in einen Beruf zu starten.

    Konsequenz: die Studiengänge wurden wieder eingestellt. So wird es einigen anderen Spezialisierungen in Zukunft ebenfalls ergehen.

    Was tun nach dem Abiitur?

    Wer nicht weiß, was er nach dem Abitur machen soll, wäre schlecht beraten, wenn er nur aufgrund der „stillen Post-Kommunikation“ ein spezialisiertes Studium aufnimmt. Vielmehr wäre es hilfreich, sich einem allgemeinen Studienfach zu widmen und erst nach und nach für sich zu erkennen, wohin die genauere berufliche Reise geht. – Bei dieser Überlegung kommen dann Studiengänge wie BWL, Ingenieurwesen, Jura etc. infrage.

    Ausgerechnet BWL: „Das macht doch jeder“ und „Da ist so viel Mathe drin!“ – So Meinungen, die man oft hört. Dass aber dieses Fach eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, daraus später einen Beruf zu entwickeln, ohne sich zu früh zu spezialisieren, wird häufig übersehen.

    Zudem beinhalten spezialisierte Studiengänge wie z. B. Event-und Tourismus-Management, Sport- und Fitness Ökonomie u. ä. alle Grundlagenfächer der BWL. Überall wo Management dran steht – ist BWL drin!

    Daher könnte es auch ein Weg sein, zuerst allgemein BWL zu studieren und sich später im Master in einem der genannten Fächer zu spezialisieren. Idealer Weise hat man während des Bachelor-Studiums auch schon ein paar Praktika in verschiedenen Berufsbereichen absolviert.

    Wer noch gar keinen Schimmer hat, was er nach dem Abi machen soll, der ist gut beraten, wenn er zumindest seine persönlichen Neigungen und Denkstile kennt. Im Gespräch mit einem neutralen Coach können zugleich etliche „Irrtümer“ bereinigt werden. Zudem werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich in der heutigen Zeit am besten qualifiziert.

    Qualifiziert im Sinne von: möglichst zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage eine berufliche Auswahlmöglichkeit zu haben. Denn auch das ist eine Ausprägung der heutigen Zeit:

    Das lebenslange verweilen in einem Beruf – an nur einem bestimmten Ort – gehört mehr und mehr der Vergangenheit an.

    Mehr denn je lautet für die Zeit nach dem Abi: Der Weg ist das Ziel!

    Diesen Weg zu beschreiten, in dem man seine persönlichen Fähigkeiten kennt und sich entsprechend qualifiziert – das sind die wesentlichen Inhalte des Coachings von Abi und was dann?.

    In Bezug auf die Kosten des Coachings lässt sich sagen: Es kostest nicht mehr als ein neues Smartphone! Allerdings mit dem Unterschied, dass das Coaching von Abi und was dann? ein Berufsleben lang wirkt. Die „Haltbarkeit“ eines Smartphones liegt bei maximal zwei Jahren …

  • Abi-Abschluss-Noten sowie Leistungskurse in Bezug zur Ausbildung, zum Studium und späterem Beruf

    In den Coachings von Abi und was dann? kommen hier und da die Fragen auf, ob es nicht wichtig wäre, die Leistungskurse schon mit Bezug zum späteren Studium oder für den späteren Beruf auszuwählen? Und ob eine gute Abi-Abschluss-Note für den Berufseinstieg wichtig wäre?

    Die Erfahrungen aus dem Coaching, aber auch die meine Berufserfahrung zeigen, dass nur bestimmte Abiturfächer richtungsweisend in bestimmte Berufe führen können. Beispielsweise, wenn der Abiturient/In seine Neigungen und Präferenzen in naturwissenschaftlichen Fächern hat, wie z. B. Mathe, Physik, Biologie oder Chemie. Die Belegung dieser Schulfächer könnten später entsprechende Studiengänge im Bereich MINT nach sich ziehen. Dennoch ist damit aber nicht automatisch ein Beruf vorgegeben.

    In welche Berufe führen Studienfächer, wie Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik?

    Ein Mathematik-Studium kann in ganz unterschiedliche Berufe und Berufsfelder führen. Dazu gehören beispielsweise Informatik oder Programmierung. Ebenso können Mathe und Physik in das Ingenieurwesen führen. Biologie und Chemie könnten in der Kombination z. B. in die Fachrichtung Bionics weisen. Dort werden Dinge in der Natur beobachtet, die sich möglicherweise später in Produkten wiederfinden. Wasserabweisende Kleidung zum Beispiel, die nach Mustern aus der Biologie entwickelt bzw. produziert wurde.

    Mir liegen naturwissenschaftliche Fächer, was kann damit beruflich machen?

    Wer seine Stärken in den Naturwissenschaften hat, dem würde beispielsweise neben den MINT-Fächern auch ein Medizinstudium wahrscheinlich leichter fallen, als einem jungen Menschen, dessen Fähigkeit eher in der Kommunikation, der empathisch ist und der gerne Menschen helfen möchte. Empathie und gute Kommunikation sind zwar auch gute Voraussetzungen, um Arzt/Ärztin zu werden. Das Medizin-Studium ist allerdings eindeutig naturwissenschaftlich orientiert. Mal ganz abgesehen von der Hürde des NC‘s, der bei den Medizin-Studiengängen vorgelagert ist.

    Keine Ahnung, was ich beruflich nach dem Abitur machen soll?

    Klare berufliche Vorstellungen haben derzeit die wenigsten Schüler. Zudem muss man feststellen, dass es in betriebswirtschaftlichen oder juristischen Berufen wenig bis gar keine Schulfächer gibt, die als Abi-Fach eine berufliche Grundlage bilden könnten. Es sei denn, man besucht Schulen die zugleich kaufmännische, soziale oder z. B. technische Schwerpunkte anbieten.

    Was sagt eine gute Abi-Abschluss-Note aus?

    Eine sehr gute Abi-Abschlussnote sagt zunächst einmal nichts über die spätere Berufswahl, die mögliche Karriere oder den beruflichen Erfolg aus. Sehr gute Noten helfen dann, wenn man ein NC-Studienfach belegen will. Dabei sollte das NC-Fach möglichst zu den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten passen. Alles andere würde dazu führen, dass man durch den sehr guten Noten-Durchschnitt zwar die NC Hürde schafft, aber das Studium selbst einem nicht liegen wird, weil es eben nicht zu den persönlichen Neigungen passt.

    Fazit

    Als Schlussfolgerung lässt sich hier sagen, dass die Abitur-Note verhältnismäßig wenig darüber aussagt, was sich daraus beruflich entwickeln lässt. Es ist vielmehr so, dass die Karten nach dem Schulabschluss neu gemischt werden. Da heute zudem fast jeder 2. Schüler Abitur macht, ist selbst dieser Abschluss nicht mehr zwangsläufig richtungsweisend.

    Heute werden junge Menschen im Arbeitsleben benötigt, die möglichst Berufserfahrungen vorweisen können. Daher kann es ein sehr guter Gedanke sein, zunächst einmal eine Ausbildung nach dem Abitur zu beginnen. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zählt schon als erste Berufserfahrung. Darauf aufbauend könnte man – auch mit ein wenig mehr persönlicher Erfahrung – zielorientierter ein Studium auswählen. Und – man hätte die Möglichkeit, z. B. sein Studium dadurch zu finanzieren, dass man in der semesterfreien Zeit Geld in seinem erlernten Beruf nebenbei verdient!

    Bei all den oben genannten Ausführungen ist es hilfreich, wenn man seine persönlichen Neigungen und Fähigkeiten kennt. Wer sich da nicht sicher ist und keine Vorstellung hat, was er nach der Schule machen soll, den unterstützt Abi und was dann? im Coaching-Prozess u. a. mit der Erstellung eines sogenannten – persönlichen Neigungs- und Denkstilprofils.

    Auf Basis der Profilanalyse erfolgt das Coaching, um für jeden Coachee den individuell passenden Berufsweg zu finden.

  • Ausbildungs- oder Studienwahl gleich lebenslanger Beruf?

    Viele junge Menschen stehen heute unter dem Druck, mit der Studien- oder Berufswahl ihre Zukunft festzulegen. Doch die gute Nachricht lautet: Heute bedeutet keine Entscheidung ein lebenslanges „Entweder-oder“. Stattdessen sind die Wege vielfältig und Anpassungen jederzeit möglich

    Aufgrund der großen Anzahl der Studiengänge (aktuell mehr als 22.000 Studiengänge – siehe auch Hochschulkompass) und einer Vielzahl an Spezialisierungen, ist diese Annahme zumindest nicht unberechtigt. Doch im Zeitalter der Digitalisierung entwickeln sich unter anderem „alte Berufe“ fortlaufend weiter. Zugleich entstehen ganz neue Berufe.

    Veränderte Berufswelt und gleichzeitig berufliche Sicherheit – geht das?

    Im Streben nach einer beruflichen Sicherheit wäre es natürlich wünschenswert, wenn es den einen – lebenslangen – Job gäbe. Die Elterngeneration hat hier und da noch das Empfinden, dass häufige Jobwechsel im Lebenslauf eher schlecht aussehen. Zugleich hoffen Schüler/Innen heute darauf, dass sie die Möglichkeiten bekommen, sich beruflich selbst zu verwirklichen, man Spaß im Beruf hat, über viel Freizeit verfügt, ein hohes Gehalt beziehen kann und berufliche Sicherheit herrscht (siehe auch: „Generation Greta … „Welt vom 17.08.2019).

    So sehr man das jedem Einzelnen wünschen würde, die Realität sieht oft anders aus. Das schürt wiederum andere Ängste, weil man sich als junger Mensch seiner beruflichen Existenz nie sicher sein kann. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb die „Generation Greta“ sich am häufigsten den Arbeitgeber Polizei wünscht. Anerkennung, Sinn, sicherer Arbeitsplatz – das wird mit diesem Job bei jungen Menschen verbunden. Das Thema Überstunden sowie, dass Einsätze der Polizei – z. B. bei den Krawallen z. B. in Hamburg auch Bestandteile des Polizistenberufs sind,erschreckt manche Coachees von Abi und was dann? sehr, sodass Zweifel an der Berufswahl aufkommen.

    Berufswunsch Polizist/In

    Selbst, wenn der Berufswunsch Polizist/In realisiert würde, ist es dann der Job für das Leben? Es könnte zumindest der Staatsdienst sein, aber in unterschiedlichen Funktionen oder Bereichen. Es gibt aber auch „Polizei-Aussteiger“. Die arbeiten z. B. in Detekteien oder bauen solche selbständig auf, übernehmen leitende Positionen bei privaten Sicherheitsfirmen oder ähnlich. Das zeigt: die lebenslange Tätigkeit in einem Beruf ist eher nicht das Ziel – oder sollte es nicht sein.

    Jeder Berufsabschluss bedeutet eine Qualifikationsstufe mehr

    Vielmehr ist es heute wichtig, seine Ausbildung und/oder das Studium so zu wählen, dass man mit jedem Abschluss eine weitere Qualifikationsstufe erreicht. Eine abgeschlossene Ausbildung zählt als erste Berufserfahrung. Sehr wichtig in einem Zeitalter, in der viele „nur“ auf ein Studium fixiert sind. Zudem lässt sich mit der abgeschlossenen Ausbildung möglicherweise ein anschließendes Studium finanzieren (siehe auch: Wie lässt sich ein Studium finanzieren?)

    Die Philosophie lautet: DER WEG IST DAS Ziel!

    Auf diesem Weg zählt jeder berufliche Abschluss als eine weitere Stufe im Berufsleben. Man sollte sich persönlich die Möglichkeit verschaffen, im Leben – Berufsleben – immer eine berufliche Auswahl offen halten zu können. Heute verändern sich Unternehmen, Organisationen und Strukturen häufig. Passen diese Veränderungen nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen, sollte man über berufliche Alternativen nachdenken – love it, change it or leave it!

    Es geht heute nicht mehr um die Festlegung eines Jobs/eines Berufs auf Lebenszeit – so sehr sich viele eine solche berufliche Sicherheit wünschen. Es geht darum, sich Stück für Stück so zu qualifizieren, dass man auch in kritischen Berufssituationen eine Auswahlmöglichkeit besitzt. Optimal ist dabei, dass man über seine eigenen Neigungen und Denkstile informiert ist, weil sich dadurch Studienfelder/Berufe finden lassen, die zu einem passen.

    Zum anderen spricht das schrittweise erreichen von beruflichen Qualifikationen dafür, dass man sich eben nicht zu früh festlegt!

    Daher ist es besser, im Bachelor ein allgemeines Grundlagenfach, wie z. B. BWL, VWL, Ingenieurwesen, Jura oder ähnlich zu studieren. Eine Spezialisierung kann mit dem Masterstudium erfolgen. Damit würde man die Studienänderungen, die sich mit dem damaligen Bologna-Prozess ergeben haben, optimal für sich nutzen.

    Bei manchen spezialisierten Studienfächern stellt sich die Frage, wie und wo man damit beruflich landen will? Zum Beispiel mit Coffeemanagement oder Friesische Philologie (siehe auch arbeitsABC).

    Die Veränderungen, die heute Künstliche Intelligenz (KI) in das Berufsleben einbringt, zwingen geradezu in ein „lebenslanges Lernen“! Wer sich seiner Neigungen und Fähigkeiten noch nicht bewusst ist, dem kann mit dem Coaching Abi und was dann? und der darin enthaltenen Neigungs- und Denkstilanalyse geholfen werden!