Autor: Jan Untiedt

  • Orientierung und Optionen nach dem Abitur

    „Orientierungen und Optionen nach dem Abitur“ zu recherchieren und nachzuhalten, ist ein Teil meiner Tätigkeit als Coach und Mentor in der Fragestellung Abi und was dann? . Die Ergebnisse werden fortlaufend aktualisiert und sowohl in Coachings als auch in Form von Vorträgen deutschlandweit eingebtacht.

    Viele Schülerinnen und Schüler in der 11. bis 13. Stufe an Gymnasien und Gesamtschulen haben noch keine Vorstellung, wie es nach der Schule für sie weitergehen soll. Bei der Berufsorientierung verweisen viele Schulen auf die Agentur für Arbeit. Einige Schulen organisieren Informationstage und sogenannte ein- bis zwei-wöchige Praxisphasen in der Sekundarstufe I oder II. Elternveranstaltungen, Besuche beim Berufsinformationszentrum (BiZ) sowie verschiedene Tests  sollen die berufliche Orientierung der Schüler unterstützen. Ein wirklich zusammenhängender Überblick der vielen Möglichkeiten fehlt oftmals. Zudem existieren über 22.000 Studiengänge und es gibt mehr als 400 Ausbildungen. Auch dies erschwert die Orientierung.

    Vortrag „Orientierung und Optionen nach dem Abitur“ deutschlandweit auf Messen

    In Zusammenarbeit mit Messeanbietern wurde die Idee entwickelt, die vielfältigen Möglichkeiten nach dem Abitur und den einen oder anderen Einblick zu speziellen Themen (z. B. Ausbildung nach dem Abitur oder Duales Studium) im Rahmen eines Vortrags anzubieten.

    Jeder zweite Schüler in Deutschland macht Abitur

    Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir in Deutschland mehr als 50% der Schülerabgänger zum Abitur führen (s. KMK-Abiturientenstatistik), haben sich einige Dinge im Arbeitsmarkt verändert. Der Abschluss eines Abiturs ist kein Wettbewerbsvorteil mehr. Mit der Digitalisierung und dem zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) suchen Unternehmen und Arbeitgeber mehr und mehr nach praktischer Berufserfahrung. Somit enthält der Vortrag Denkanstöße, weshalb es nach dem Abitur durchaus sinnvoll sein kann, zuerst über eine Ausbildung (s. a. Ist ein duales Studium besser als eine abgeschlossene Ausbildung?) nachzudenken und anschließend ein Studium zu absolvieren.

    Berufsorientierung an Schulen gelangt an die Grenzen

    Aufgrund der steigenden Anzahl an Studiengängen, der Vielzahl der Ausbildungen und der Veränderungen am Arbeitsmarkt lässt sich Berufsorientierung nicht mehr so ohne weiteres aus dem Ärmel schütteln. Der Vortrag „Orientierung und Optionen nach dem Abitur“ bietet hilfreiche Tipps, Erfahrungen aus der Praxis sowie Hinweise zu bestimmten Themen, die vor allem aus der Tagesarbeit entstehen. Sei es beim Coaching rund um die Frage „Abi und was dann?“ oder in der Tätigkeit als Honorar-Dozent und natürlich auch aus der Tätigkeit als JobCoach und BewerbungsCoach.

    Da es nicht den einen Berufsweg gibt, bietet der Vortrag übergreifende Informationen und Anregungen, wie jeder Einzelne die berufliche Entwicklung für sich vorantreiben kann.

    Die Vorträge auf den Messen sind schüler- und elterntauglich

    Der Messeeintritt ist kostenlos und somit auch der Besuch der Vorträge. Das ist also eine gute Gelegenheit, sich Anregungen für die Zeit nach dem Abitur zu holen. Der passende Begriff wäre: Sinnfluencer = echte Orientierung vermitteln anstatt nur Trends verbreiten.

    Wer also noch keinen Plan hat, wie man bei der Berufsorientierung vorgehen kann und wie man sich bestimmte Informationen selbst beschaffen kann, der sollte hier mal in den Messekalender schauen und sich die Termine vormerken, an denen Abi und was dann mit einem Messestand und Vorträgen vertreten sein wird. Neben bereits erwähnten Inhalten geht es um weitere Themen wie individuelle Vorgehensweisen, Studienfinanzierung, Duales Studium und vieles mehr.

    Wir sehen uns!?

  • Abi und was dann? – Coaching & Mentoring

    Die Frage Abi und was dann? beschäftigt jedes Jahr tausende Schulabgänger:innen. Vielleicht geht es Dir ähnlich: Du stehst vor etlichen Entscheidungen bei der Studien- und Berufswahl. Du stellst Dir die Frage: Was soll ich nach dem Abitur machen? Dir fehlt die Orientierung nach dem Abitur.

    Die Auswahl an möglichen Wegen ist tatsächlich riesig. Wenn Du Dich also fragst: ‘Was soll ich nach dem Abitur machen?’, hilft Dir unser Coaching zur Berufswahl nach dem Abitur mit einer Neigungs- und Denkstilanalyse, die vor allem in der Mitarbeiterförderung und –entwicklung eingesetzt wird.

    Zugleich ist unser Austausch auch ein Mentoring, denn wir können dabei Themen, wie z. B. Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Gap Year im Ausland oder Sprachreisen erörtern und Vor- und Nachteile austauschen.

    Möglicherweise ist aber eine Ausbildung zunächst der bessere Schritt? Dann klären wir mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse, welche Ausbildung zu Deinen Fähigkeiten passt.

    Oder ist es vielleicht ein duales Studium? Aber Du weiß nicht, welche Fachrichtung Du wählen sollst?

    Bei dem Versuch, sich selbst zu helfen, bleiben viele dieser Fragen oft unbeantwortet  – und die Angebotsflut hilft einem nicht unbedingt weiter. Aktuell existieren über 22.000 Studiengänge (siehe Hochschulkompass) und mehr als 400 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl (Siehe Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Wir finden den passenden Berufsweg für Dich!

    Die Studien- und Berufssuche kann die Suche nach der Nadel im Heuhaufen sein. Auf Basis der  wissenschaftlich fundierten Neigungs- und Denkstilanalyse lässt sich aufzeigen, wo Deine Neigungen und Fähigkeiten liegen – und welche beruflichen Wege zu Dir passen.

    Im Coaching klären wir gemeinsam Deine Fragen und entwickeln einen individuellen Fahrplan.

    Abi und was dann? – ist somit sowohl ein Coaching, als auch ein Mentoring und wir finden ganz sicher den passenden Berufsweg für Dich!

  • Ist ein duales Studium besser als eine abgeschlossene Ausbildung?

    Mehr und mehr zeigt sich in den Coachings von Abi und was dann?, dass vielen der Unterschied zwischen der „Dualen Ausbildung“ und dem „Dualen Studium“ nicht bewusst ist. Somit kommt es häufig zu der Fragestellung, ob ein duales Studium besser ist als eine abgeschlossene Ausbildung? Mit Blick auf Definitionen und die umgangssprachliche Nutzung der Begriffe, kann es zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.

    Definition Duale Ausbildung/Berufsausbildung

    Unter anderem im Wirtschaftslexikon findet sich dazu eine Definition. Grundsätzlich läss sich sagen, dass eine duale (betriebliche) Ausbildung in Deutschland schon seit 1969 existiert. Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde mit dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erstmals bundesweit eine einheitliche Regelung für die Ausbildung in Betrieben festgelegt. Das duale Ausbildungssystem gibt es in Deutschland also schon seit über 50 Jahren. Die Ausbildung erfolgt in einem Betrieb. Während der Ausbildung besucht man eine Berufsschule, dort wird theoretisches, aber auch praktisches Wissen vermittelt (Siehe auch: Bundesinstitut für Berufsbildung)

    Aufgrund der Tätigkeit im Betrieb sowie dem Besuch der jeweiligen Berufsschule, spricht man von einer Dualen Ausbildung, weil an zwei verschiedenen Orten gelernt wird. Heute nach wie vor umgangssprachlich als „Ausbildung“ bezeichnet.

    Wesentlicher Vorteil einer Ausbildung:

    Die abgeschlossene Berufsausbildung zählt als erste Berufserfahrung!

    Ein kurzer Blick in die Historie des Dualen Studiums

    In den 1970er-Jahren stieg die Zahl der Abiturienten stark an und es gab Unternehmen die befürchteten, keine Auszubildenden mehr zu finden. Sie schlugen deshalb vor, die Ausbildung mit Inhalten der Hochschule zu verknüpfen, um diese Ausbildungsform wieder attraktiv zu gestalten. Dazu wurden erste Bildungseinrichtungen gegründet (Berufsakademien).

    Im Jahr 2009 wurde diese zu Dualen Hochschulen umgewandelt. Hier lassen sich Duale Studiengänge in Deutschland finden:  Duales Studium

    Die Bezeichnung „Duales Studium“ steht für ein Studienmodell, in dem eine akademische Ausbildung mit einer praktischen (betrieblichen) Tätigkeit verbunden wird. Mit der Zielsetzung, dass der Studierende die Möglichkeit hat, theoretisches Wissen im betrieblichen Alltag praktisch umzusetzen.

    Darüber hinaus existiert das Ausbildungsintegrierte Duale Studium

    Das ausbildungsintegrierte Duale Studium verbindet eine Berufsausbildung mit einem Studium. Die Studierenden erlangen dabei sowohl einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor) als auch einen anerkannten Berufsabschluss (z.B. IHK Abschluss). Die praktischen Phasen finden in der Regel in einem Unternehmen statt, während die theoretischen Phasen an einer Hochschule oder dualen Hochschule absolviert werden. Dauer: ca. 4 – 5 Jahre

    Unterschied zum Praxisintegrierten Dualen Studium

    Beim praxisintegrierten Dualen Studium existiert keine parallele Berufsausbildung. Stattdessen wird das Studium durch intensive Praxisphasen ergänzt, die in der Regel bei einem Kooperationsunternehmen durchgeführt werden. Hier erlangen die Studierenden nach erfolgreicher Absolvierung einen akademischen Abschluss (z.B. Bachelor). Dauer: 3 – 4 Jahre.

    Weitere Duale Studienmöglichkeiten

    Sofern man bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat – gibt es noch folgende Duale Studienangebote:

    • Das berufsintegrierende duale Studium

    Man verfügt bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung, möchte sich in einer bestimmten Fachrichtung weiterbilden, benötigt dazu aber ein Studium. Dann kombiniert das berufsintegrierende duale Studium die derzeitige Tätigkeit. Daher sollten Berufstätigkeit und Studienfach (Studieninhalte) einen Bezug haben. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    • Das berufsbegleitende Duale Studium

    Beim berufsbegleitenden dualen Studium verfügt man idealerweise ebenfalls über eine abgeschlossene Ausbildung. In Form einer Weiterbildung strebt man mit dem berufsbegleitenden dualen Studium einen Bachelor-Abschluss an, um seine Karriere entsprechend weiterentwickeln zu können. Das bedeutet, man arbeitet in der Regel Vollzeit, um Geld zu verdienen, gleichzeitig studiert man z. B. in Form eines Fernstudiums (Selbststudium). In der Regel erfolgt dieses Studium in enger Absprache mit dem Arbeitgeber, um Unterstützung zu erhalten, wenn es z. B. darum geht, für Prüfungen freigestellt zu werden. Dauer: 3 – 4 Jahre unter der Voraussetzung, dass man fest angestellt ist.

    Zeitmodelle bei Dualen Studien

    Für die verschiedenen Dualen Studienmöglichkeiten existieren unterschiedlichste Zeitmodelle. Da ist zum einen das Blockmodell oder auch Wochenmodell genannt. Im Blockmodell verbringt man abwechselnd längerer Zeiten (Zeitblöcke) im Unternehmen und an der Hochschule/Berufsakademie.

    Die bekannteste Zeitvariante und von den meisten Anbietern genutzte System basiert auf Blöcken von je drei Monaten bzw. zwölf Wochen. Es ist meist unabhängig von den Semesterzeiten an anderen Hochschulen.

    Es gibt aber auch die Variante, dass man während der Semesterzeiten am normalen Studienbetrieb teilnimmt und die Praxisphasen während der vorlesungsfreien Zeit absolviert. Die Semesterferien entfallen somit. Im Schnitt dauert ein Semester ca. 14 bis 15 Wochen, die vorlesungsfreie Zeit liegt dann im Frühjahr bei ca. zwei Monaten und im Sommer/Herbst bei ca. drei Monaten, die man dann bei dem jeweiligen dualen Partnerunternehmen verbringt.

    Der Vorteil dieses Modells ist, dass man sich während der jeweiligen Ausbildungs- oder Vorlesungsphase nur auf diese eine Phase konzentrieren muss. Der Nachteil: durch die langen Abwesenheitsphasen im Unternehmen können wichtige Entscheidungen und Entwicklungen – z. B. bei der Projektarbeit – verpasst werden.

    Im Wochenmodell wechseln sich Praxis- und Vorlesungszeiten in der Woche ab. Oftmals verbringt man als dualer Student drei Tage im Unternehmen und zwei Tage in der Hochschule.

    Der Vorteil hierbei ist, dass man sowohl im Studium als auch im Unternehmen immer auf dem laufenden Stand bleibt, da die Zeiträume zwischen Theorie- und Praxisphasen nicht so groß sind. Der Nachteil ist, dass man sich auf zwei Lehrsysteme konzentrieren muss.

    Lässt man die aufgeführten Betrachtungen sacken, ist festzustellen, dass die Umstände heute – im Jahr 2025 – sich im Vergleich zu den 1970er Jahren nicht wesentlich verändert haben. Derzeit haben wir noch viel mehr Abiturienten, als in den 1970er Jahren. Jeder 2. Schüler in Deutschland wird aktuell zum Abitur geführt.

    Die Anzahl der Ausbildungen, aber insbesondere die Anzahl der Studiengänge (über 22.000) ist unüberschaubar angewachsen. Und: der Fachkräftemangel ist trotz Einführung des Dualen Studiums  eingetreten.

    Schlussfolgerung

    Das Duale Studium (ohne vorherigen Abschluss einer Ausbildung) ist vor allem mit Blick auf den Zeitaufwand anspruchsvoll. – Eine abgeschlossene Ausbildung gilt als erste Berufserfahrung!

    Die Verdienstmöglichkeiten im Rahmen eines Dualen Studiums müssen immer in Bezug auf Branchen gesehen werden und man sollte sich vorher bei seinem Praxispartner informieren.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die klassische abgeschlossene Duale Ausbildung zu Recht als erste Berufserfahrung anerkannt wird, da man sich für den Beruf mit entsprechender Abschlussprüfung qualifiziert. Von daher ist es also wichtig zu überlegen, welchen Aufwand man bei einem Dualen Studium mit Praxiserfahrung zu leisten hat oder ob möglicherweise der Abschluss einer klassischen Ausbildung – die als Berufserfahrung zählt – zuerst die passendere Wahl ist.

  • Für Eltern – Mein Kind steht vor der Frage: Abi und was dann?

    Ihr Kind steht vor dem Abitur oder hat gerade Abitur gemacht und Sie diskutieren gemeinsam die Frage: Abi und was dann? – Nachfolgend finden Sie dazu ein paar Gedanken darüber, wie sich die Situation in Bezug auf berufliche Entscheidungen aktuell darstellt.

    Wert des Abiturs heute?

    In Deutschland führen viele verschiedene Wege zum Abitur. Über das Gymnasium, über die Gesamtschule, über das Berufskolleg (auch Weiterbildungskolleg), aber auch über eine Gemeinschaftsschule kann heute der Weg zum Abitur führen. Die Vielzahl der Wege zum Abitur steht heute dafür, dass Statistiken die Abiturienten-Anteile bei über 50% ausweisen – vor 25 – 30 Jahren waren es noch 25%. Hart ausgedrückt kann man sagen: es ist heute nichts Besonderes mehr, ein Abitur als Schulabschluss vorzuweisen.

    Zeitgleich geht der Anteil der Haupt- und Realschlussabschlüsse zurück. „Früher“ waren diese Abschlüsse prädestiniert, den Zugang zu handwerklichen bzw. kaufmännischen Berufen zu ermöglichen. Dieser Ablauf entfällt heute mehr und mehr. So ergibt es sich, dass bei der Auswahl der Ausbildungsberufe das abgeschlossene Abitur nahezu eine selbstverständliche Voraussetzung ist. In manchen kaufmännischen Berufen, wie beispielsweise im Finanzbereich, liegt zeitweise sogar ein NC vor!

    Wie lässt sich ein passendes Studium finden?

    Mit der Bologna Reform im Jahr 1999 erfolgte eine Umstellung der Studienabschlüsse in Bachelor und Master. Seitdem wurden Jahr für Jahr eine Vielzahl von Spezialisierungen – insbesondere bei den Bachelor-Studiengängen – entwickelt, sodass wir derzeit bei über 22.000 Studiengängen stehen (siehe Hochschulkompass).

    Die hohe Anzahl der Studiengänge in Vollzeit und/oder berufsbegleitend stellt sich wie eine Tsunami-Welle für die Abiturienten auf. Die Studienwahl überfordert viele. Von daher denken Sie als Eltern beispielsweise an die Anforderungen und Entwicklungen in der Berufswelt.

    Aktuelle Tendenzen in der Berufswelt

    Es gibt zunehmend mehr junge Akademiker, die – wenn sie nach dem Abitur zügig ein Bachelor- und Masterstudium absolviert haben – im Alter von 23, 24 oder 25 Jahren – ohne Berufserfahrung in den Beruf starten und dabei hoffen, dass ihre akademische Qualifikation möglichst sichere und gut bezahlte Jobs nach sich ziehen. Leider ist das oft ein Trugschluss.

    Stattdessen bemängeln Unternehmen die fehlende Berufserfahrung und das führt dazu, dass junge Akademiker mit Bachelor und Masterabschluss nicht selten zunächst nur in befristeten Jobs landen oder ihnen nur Jahresverträge angeboten werden.

    Denkanstöße für die Zeit nach dem Abitur

    Setzen Sie sich und Ihr Kind nicht unter Zeitdruck. Vielmehr sollten Sie:

    • Zusammen mit Ihrem Kind – trotz Abiturabschluss – auch eine Ausbildung in Erwägung ziehen. Denn: eine abgeschlossene Ausbildung zählt bereits als erste Berufserfahrung. Zudem ist Ihr Kind mit Abschluss der Ausbildung 2 – 3 Jahre älter und kann im Anschluss möglicherweise wesentlich besser Entscheidungen für ein mögliches Bachelor-Studium treffen.
    • Bei der Wahl des Studienfachs im Bachelor kann es sehr sinnvoll sein, zunächst über ein Grundlagenfach nachzudenken. In Ingenieurwissenschaften, IT, Jura oder beispielsweise BWL werden durch die angebotenen Studienfächer Auswahlmöglichkeiten geschaffen, die später in einem Masterstudium als Studienschwerpunkte ausgewählt und vertieft werden können. Somit wäre das Master-Studium das berufsrichtungsweisende Studium.

    Eine mögliche Vorgehensweise: Zeit gewinnen nach dem Abitur!

    Zeit gewinnen lässt sich, indem Ihr Kind zunächst ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), Work & Travel oder eine anderweitig organisierter Reise unternimmt. In dem Zusammenhang übrigens: Englisch ist keine Fremdsprache mehr!

    Die Erfahrungen im Coaching zeigen allerdings, dass das mögliche Auslandsjahr nicht zwangsläufig den beruflichen Entscheidungsprozess vereinfacht bzw. zum Ziel führt.

    Die oben skizzierten Abläufe sind beispielhaft. Die Frage, was könnte überhaupt als Studium/Beruf passend für Ihr Kind sein, kommt oftmals hinzu. Heute existieren professionelle Instrumente, mit denen man Neigungen und Denkstile analysieren kann. In Kombination mit meinen langjährigen Berufserfahrungen in verschiedenen Unternehmen und Branchen, sowie Erfahrungen u. a. in der Studienberatung an Hochschulen wurde das Coaching „Abi und was dann?“ entwickelt.

    In Kombination mit der Philosophie „Der Weg ist das Ziel“ lässt sich im Coachingprozess  von „Abi und was dann?“ ein individueller Studien- und Berufsweg entwickeln, der zu den Neigungen und Fähigkeiten Ihres Kindes passt.

    Dieser Weg kann eventuell auch deshalb hilfreich sein, weil ich als externe – neutrale Person – möglicherweise einfacher argumentieren kann, als Sie – als Elternteil.

    Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

  • Spezialisiertes Studium oder allgemeines Fach studieren?

    Es exististieren Schätzungen nach denen zwischen 50% und 70% der angehenden Abiturienten noch keine Vorstellung darüber haben, wie es  nach dem Abitur weitergehen soll. Gleichzeitig denken etliche sofort über ein spezialisiertes Studium nach und wollen kein allgemeines Fach studieren.

    Um Zeit zu gewinnen, gehen viele erst einmal ins Ausland oder absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr ( FSJ).

    Doch auch diese Zeit geht einmal um und viele wissen dann immer noch nicht, was sie beruflich machen sollen. Bei Gesprächen zur Frage Abi und was dann? mit Eltern, Freunden, Bekannten aber auch Lehrern werden häufig „Klischees“ bedient:

    • Du hast Abitur – also solltest/musst Du studieren!
    • Mit Abitur macht man doch keine Ausbildung … oder hast Du so ein schlechtes Abi?
    • Such Dir einen sicheren Job als Polizist oder Lehrer …
    • Mit einem Studium in der Tasche verdient man später auf jeden Fall besser!

    Diese pauschalen Aussagen kommen auch in den Coachings von Abi und was dann? häufig vor. Bemerkenswert dabei ist, dass die „Ratgeber“ aus dem persönlichen Umfeld stammen, die etliche andere Fakten bei diesen Äußerungen ausblenden oder die Veränderungen in unserer heutigen Zeit nicht wahrnehmen – nicht wahrnehmen wollen.

    So beispielsweise die Tatsache, dass heute mehr als 50% der Schüler das Abitur an unterschiedlichsten Schulformen absolvieren. Damit ist das Abitur zum Standard geworden!

    Mehr als die Hälfte der 20- bis 24-Jährigen hat Abitur – RP

    Mehr als 22.000 Studiengänge

    Was ebenfalls viele persönliche Ratgeber sehr überfordert ist die Vielzahl der Studiengänge (über 22.000 – siehe Hochschulkompass). Wie eine stille Post hat es sich in viele Köpfe eingeschlichen, dass man möglichst spezialisiert sein sollte. Zum Teil, weil die Wirtschaft nach diesen Spezialisten sucht. Zugleich ändern sich aber wirtschaftliche Rahmenbedingungen und dann kann es wieder sein, dass man eher Generalisten anstelle von Spezialisten sucht. All das macht die Beantwortung der Frage „Abi und jetzt?“ nicht einfacher.

    Etliche Hochschulen gingen dazu über, spezialisierte Studiengänge anzubieten. Fächer wie „Green Business Management“ oder „Unterwasser-Meeresbiologie-Technik“ wurden entwickelt und angeboten bis sich schließlich herausstellte, dass die wenigen Absolventen große Schwierigkeiten hatten, damit in einen Beruf zu starten.

    Konsequenz: die Studiengänge wurden wieder eingestellt. So wird es einigen anderen Spezialisierungen in Zukunft ebenfalls ergehen.

    Was tun nach dem Abitur?

    Wer nicht weiß, was er nach dem Abitur machen soll, wäre schlecht beraten, wenn er nur aufgrund der „stillen Post-Kommunikation“ ein spezialisiertes Studium aufnimmt. Vielmehr wäre es hilfreich, sich einem allgemeinen Studienfach zu widmen und erst nach und nach für sich zu erkennen, wohin die genauere berufliche Reise geht. – Bei dieser Überlegung kommen dann Studiengänge wie BWL, Ingenieurwesen, Jura etc. infrage.

    Ausgerechnet BWL: „Das macht doch jeder“ und „Da ist so viel Mathe drin!“ – So Meinungen, die man oft hört. Dass aber dieses Fach eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, daraus später einen Beruf zu entwickeln, ohne sich zu früh zu spezialisieren, wird häufig übersehen.

    Zudem beinhalten spezialisierte Studiengänge wie z. B. Event-und Tourismus-Management, Sport- und Fitness Ökonomie u. ä. alle Grundlagenfächer der BWL. Überall wo Management dran steht – ist BWL drin!

    Daher könnte es auch ein Weg sein, zuerst allgemein BWL zu studieren und sich später im Master in einem der genannten Fächer zu spezialisieren. Idealer Weise hat man während des Bachelor-Studiums auch schon ein paar Praktika in verschiedenen Berufsbereichen absolviert.

    Wer noch gar keinen Schimmer hat, was er nach dem Abi machen soll, der ist gut beraten, wenn er zumindest seine persönlichen Neigungen und Denkstile kennt. Im Gespräch mit einem neutralen Coach können zugleich etliche „Irrtümer“ bereinigt werden. Zudem werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich in der heutigen Zeit am besten qualifiziert.

    Qualifiziert im Sinne von: möglichst zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage eine berufliche Auswahlmöglichkeit zu haben. Denn auch das ist eine Ausprägung der heutigen Zeit:

    Das lebenslange verweilen in einem Beruf – an nur einem bestimmten Ort – gehört mehr und mehr der Vergangenheit an.

    Mehr denn je lautet für die Zeit nach dem Abi: Der Weg ist das Ziel!

    Diesen Weg zu beschreiten, in dem man seine persönlichen Fähigkeiten kennt und sich entsprechend qualifiziert – das sind die wesentlichen Inhalte des Coachings von Abi und was dann?.

    In Bezug auf die Kosten des Coachings lässt sich sagen: Es kostest nicht mehr als ein neues Smartphone! Allerdings mit dem Unterschied, dass das Coaching von Abi und was dann? ein Berufsleben lang wirkt. Die „Haltbarkeit“ eines Smartphones liegt bei maximal zwei Jahren …

  • Abi-Abschluss-Noten sowie Leistungskurse in Bezug zur Ausbildung, zum Studium und späterem Beruf

    In den Coachings von Abi und was dann? kommen hier und da die Fragen auf, ob es nicht wichtig wäre, die Leistungskurse schon mit Bezug zum späteren Studium oder für den späteren Beruf auszuwählen? Und ob eine gute Abi-Abschluss-Note für den Berufseinstieg wichtig wäre?

    Die Erfahrungen aus dem Coaching, aber auch meine Berufserfahrung zeigen, dass nur bestimmte Abiturfächer richtungsweisend in bestimmte Berufe führen können. Beispielsweise, wenn der Abiturient/In seine Neigungen und Präferenzen in naturwissenschaftlichen Fächern hat, wie z. B. Mathe, Physik, Biologie oder Chemie. Die Belegung dieser Schulfächer könnten später entsprechende Studiengänge im Bereich MINT nach sich ziehen. Dennoch ist damit aber nicht automatisch ein Beruf vorgegeben.

    In welche Berufe führen Studienfächer, wie Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik?

    Ein Mathematik-Studium kann in ganz unterschiedliche Berufe und Berufsfelder führen. Dazu gehören beispielsweise Informatik oder Programmierung. Ebenso können Mathe und Physik in das Ingenieurwesen führen. Biologie und Chemie könnten in der Kombination z. B. in die Fachrichtung Bionics weisen. Dort werden Dinge in der Natur beobachtet, die sich möglicherweise später in Produkten wiederfinden. Wasserabweisende Kleidung zum Beispiel, die nach Mustern aus der Biologie entwickelt bzw. produziert wurde.

    Mir liegen naturwissenschaftliche Fächer, was kann damit beruflich machen?

    Wer seine Stärken in den Naturwissenschaften hat, dem würde beispielsweise neben den MINT-Fächern auch ein Medizinstudium wahrscheinlich leichter fallen, als einem jungen Menschen, dessen Fähigkeit eher in der Kommunikation, der empathisch ist und der gerne Menschen helfen möchte. Empathie und gute Kommunikation sind zwar auch gute Voraussetzungen, um Arzt/Ärztin zu werden. Das Medizin-Studium ist allerdings eindeutig naturwissenschaftlich orientiert. Mal ganz abgesehen von der Hürde des NC‘s, der bei den Medizin-Studiengängen vorgelagert ist.

    Keine Ahnung, was ich beruflich nach dem Abitur machen soll?

    Klare berufliche Vorstellungen haben derzeit die wenigsten Schüler. Zudem muss man feststellen, dass es in betriebswirtschaftlichen oder juristischen Berufen wenig bis gar keine Schulfächer gibt, die als Abi-Fach eine berufliche Grundlage bilden könnten. Es sei denn, man besucht Schulen die zugleich kaufmännische, soziale oder z. B. technische Schwerpunkte anbieten.

    Was sagt eine gute Abi-Abschluss-Note aus?

    Eine sehr gute Abi-Abschlussnote sagt zunächst einmal nichts über die spätere Berufswahl, die mögliche Karriere oder den beruflichen Erfolg aus. Sehr gute Noten helfen dann, wenn man ein NC-Studienfach belegen will. Dabei sollte das NC-Fach möglichst zu den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten passen. Alles andere würde dazu führen, dass man durch den sehr guten Noten-Durchschnitt zwar die NC Hürde schafft, aber das Studium selbst einem nicht liegen wird, weil es eben nicht zu den persönlichen Neigungen passt.

    Fazit

    Als Schlussfolgerung lässt sich hier sagen, dass die Abitur-Note verhältnismäßig wenig darüber aussagt, was sich daraus beruflich entwickeln lässt. Es ist vielmehr so, dass die Karten nach dem Schulabschluss neu gemischt werden. Da heute zudem fast jeder 2. Schüler Abitur macht, ist selbst dieser Abschluss nicht mehr zwangsläufig richtungsweisend.

    Heute werden junge Menschen im Arbeitsleben benötigt, die möglichst Berufserfahrungen vorweisen können. Daher kann es ein sehr guter Gedanke sein, zunächst einmal eine Ausbildung nach dem Abitur zu beginnen. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zählt schon als erste Berufserfahrung. Darauf aufbauend könnte man – auch mit ein wenig mehr persönlicher Erfahrung – zielorientierter ein Studium auswählen. Und – man hätte die Möglichkeit, z. B. sein Studium dadurch zu finanzieren, dass man in der semesterfreien Zeit Geld in seinem erlernten Beruf nebenbei verdient!

    Bei all den oben genannten Ausführungen ist es hilfreich, wenn man seine persönlichen Neigungen und Fähigkeiten kennt. Wer sich da nicht sicher ist und keine Vorstellung hat, was er nach der Schule machen soll, den unterstützt Abi und was dann? im Coaching-Prozess u. a. mit der Erstellung eines sogenannten – persönlichen Neigungs- und Denkstilprofils.

    Auf Basis der Profilanalyse erfolgt das Coaching, um für jeden Coachee den individuell passenden Berufsweg zu finden.

  • Eigentlich wollte ich Eventmanagement studieren

    Im Rahmen einer Studienberatung und einem Coaching von Abi und was dann? kam es zu einer Begegnung mit Frank*. Er hatte gerade das Abitur erfolgreich bestanden und sah in seinem Verwandtschaftskreis ein berufliches Vorbild und zwar im Event-Marketing. Er ging davon aus, dass kreative Aspekte, Kommunikation sowie auch Organisation einem großen Teil seiner Fähigkeiten entsprechen würde und war recht sicher, dies im Rahmen der Neigungs- und Denkstilanalyse bestätigt zu bekommen. Durch das spezielle Interesse am Studienfach Eventmanagement ergaben sich für ihn zudem etliche Fragen zum Thema „Privathochschulen“ und „Finanzierung“. Die Neigungs- und Denkstilanalyse sollte letztendlich als Bestätigung seiner bisherigen Überlegungen dienen.

    Erkenntnisse während des Coachings

    Im Verlauf des Coachings sowie bei der Neigungs- und Denkstilanalyse stellte sich aber heraus, dass Frank’s Stärken eher im Bereich der Zahlen und der Logik lagen, anstatt in den Bereichen Kreativität und Kommunikation.

    Auch bei der gemeinsamen Analyse von anderen Studiengängen bestätigte sich, dass Frank wesentlich analytischer und rationaler an bestimmte Themen heran ging, als er es selbst von sich gedacht hätte. Innerhalb des Coaching-Prozesses überdachte Frank seine ursprüngliche Studienwahl und kam zu dem Entschluss, statt einer spezialisierten Marketing-Fachrichtung eher eine grundlegende betriebswirtschaftliche Ausrichtung im Bachelor zu wählen. Er entschied sich für eine öffentlich-rechtliche Fachhochschule in Norddeutschland.

    Erwartungsgemäß – seinem HBDI Profil entsprechend – ergab sich während seiner Studienzeit die Erkenntnis, dass das Fachgebiet Marketing für Frank zwar interessant ist, aber nicht seinen wesentlichen Fähigkeiten entspricht, die sein HBDI Profil aufzeigt. Im fortlaufenden Coaching konnte Abi und was dann? ihn u. a. auch bei dem Aufbau und der Gliederung seiner Bachelor-Arbeit unterstützen sowie bei der Wahl des Master-Studienganges. Frank wird ein Master-Studium mit den Schwerpunkten Controlling und Finanzen beginnen – dies entspricht absolut seinem Neigungs- und Denkstil-Profil!

    In dem hier skizzierten Fall hat das Coaching mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse eine Korrektur des ursprünglichen Studien- und Berufswunsches im Vorfeld ergeben. Damit wurde eine zu frühe Spezialisierung vermieden, die zudem nicht zu 100% den persönlichen Fähigkeiten entsprochen hätte.

    *Name redaktionell geändert

  • Management Studium: Überall, wo Management dran steht, ist BWL drin!

    Schon mehrfach hat sich auf speziellen Abiturientenmessen am Stand von Abi und was dann? die folgende Fragestellung ergeben:

    „Mich interessiert BWL nicht, BWL macht doch jeder. Ich möchte lieber Management studieren. Können Sie mir eine Empfehlung für einen Management-Studiengang geben?“

    Die Betriebswirtschaft ist in der Tat ein Klassiker unter den Grundlagenstudienfächern. Sie erscheint vielen jungen Menschen nicht mehr zeitgemäß. Design, Wirtschaftspsychologie oder beispielsweise Marketingmanagement klingen moderner. Bei manchem wecken diese Studiengangsüberschriften berufliche Wunschvorstellungen und sie überlegen, lieber ein Trendfach als einen Klassiker zu studieren (siehe auch SZ Mai 2024).

    Dabei werden aber oftmals die Studieninhalte übersehen. Schaut man dort hinein, lässt sich eine Kernaussage treffen:

    Management = BWL

    Überall, wo Management dran steht, sind die Grundlagenfächer der Betriebswirtschaft enthalten.

    Um das zu verdeutlichen, schauen wir mal auszugsweise auf den Studienverlaufsplan von Marketingmanagement und BWL, die von verschiedenen Hochschulen in Deutschland angeboten werden und sich über den Hochschulkompass recherchieren lassen.

    Auszug Studienverlaufsplan für Marketingmanagement:

    1. bis 3. Semester / Inhalte:

    • Konsumenten und Märkte verstehen: Marktforschung, Markt- und Konsumpsychologie, Basiswissen VWL, Verhaltensökonomie
    • Märkte bearbeiten: Marketing-Grundlagen, digitales Marketing, internationales Marketing, Mediaplanung, Projektmanagement, Wirtschaftsrecht
    • Unternehmen marktorientiert führen: Einführung in die BWL, Unternehmensführung, Organisation, Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Investition, Wirtschaftsmathematik, Statistik, Arbeitsrecht, Human Resources Management …

    Auszug Studienverlaufsplan Betriebswirtschaft

    • 1.Semester: Einführung in die Allg. BWL und in die Managementlehre, Marketing, Buchführung und Bilanzierung, Mathematik, Wirtschaftsrecht I
    • 2. Semester: Marketing, Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik 1, Mikroökonomie, Wirtschaftsrecht I
    • 3. Semester: Supply Chain und Operations-Management, Investition, Wirtschaftsrecht 2, Statistik 2 etc.

    Diese Auszüge aus dem scheinbar modernen Studienfach Marketingmanagement und dem Klassiker Betriebswirtschaft zeigen auf, dass in beiden Studiengängen die Fächer BWL, VWL, Statistik, Wirtschaftsrecht, Finanzen und weitere Fächer als Grundlagenfächer dienen. Ganz gleich, ob man Marketingmanagement oder BWL studiert.

    Das wirft somit die Frage auf, ob es sinnvoll ist, sich schon im Bachelor zu spezialisieren oder ob man nicht eher grundlegende BWL oder International Management studiert?

    In der allgemeinen BWL lernt man alle Grundlagenfächer kennen. Im Master fokussiert man sich dann auf eine Berufsrichtung!

    Also lässt sich das BWL Bachelor-Studium noch zur persönlichen Orientierung nutzen – siehe auch Spezialisiertes Studium oder ein allgemeines Fach studieren?

    Fazit

    In den vergangenen Jahren entstanden immer mehr spezialisierte Studiengänge, die zumindest von der Überschrift her moderner und interessanter klingen, als BWL. Dazu gehören auszugsweise: Sport- und Event-Management, Tourismusmanagement, Wirtschaftspsychologie, Mode- und Designmanagement u.v.m.

    Sämtliche „Management“ oder „Wirtschaft“– Zusätze bedeuten, dass die Grundlagenfächer der BWL enthalten sind. Der Blick in den jeweiligen Studienverlaufsplan zeigt es auf.

  • Gibt es den einen Karriereweg? – Nein!

    In den Coachings von Abi und was dann? zeigt sich oft, dass viele sich zum Ende der Schulzeit vor allem deshalb unter Druck gesetzt fühlen, weil sie der Meinung sind, mit einer Ausbildung oder einem Studium legen sie den gesamten Berufsweg schon frühzeitig fest. – Das stimmt nur bedingt!

    Wesentlich wichtiger ist es, eine Ausbildung oder ein Bachelor-Studium als einen Mosaikstein für sich und den zukünftigen Berufsweg anzusehen. Gerade in der heutigen Zeit der Digitalisierung und der fortlaufenden Veränderungen, die sich auch durch künstliche Intelligenz (KI) ergeben, ist es wichtig, die berufliche Karriere fortlaufend weiter zu entwickeln. Denn Berufe und Berufsinhalte ändern sich.

    Reine Theorie reicht heute nicht mehr für den Berufseinstieg

    Mit Blick auf die heutigen Anforderungen, die eine Vielzahl von Arbeitgebern stellen, gilt es nicht nur theoretische Berufskenntnisse vorzuweisen, sondern vor allem Praxiserfahrung nachweisen zu können. Auch deshalb kann es eine richtige Entscheidung sein, als Abiturient:in zuerst über eine Ausbildung nachzudenken. Denn, die abgeschlossene Ausbildung zählt bereits als Berufserfahrung!

    Ein Studium anzuschließen ist deshalb nicht ausgeschlossen. Manchmal wird in den Coachings argumentiert, dass diese Vorgehensweise einen Zeitverlust darstellt. Das Gegenargument lautet:

    Das zügig abgeschlossene Studium (Bachelor und Master) – ohne Praxiserfahrung – kann dazu führen, zunächst erst einmal als Berufseinsteiger mit einem befristeten Jahresarbeitsvertrag ausgestattet zu werden. Die jeweiligen Unternehmen nutzen dieses Procedere, um sich ein Bild machen zu können, ob man sich im Arbeitsleben bewährt. Dieses „Jahrespraktikum“ wäre eher als ein verlorenes Arbeitsjahr anzusehen!

    Mit Blick auf ein Bachelor-Studium ist es eine weitere Überlegung, sich nicht sofort zu spezialisieren. Besser ist es, im Bachelor ein Grundlagenfach auszuwählen und sich erst im Master zu spezialisieren. Also beispielsweise Informatik (Bachelor) und im Master erfolgt eine Spezialisierung auf z. B. Data Science. Oder man studiert allgemeine BWL, um sich im Master auf Marketing oder Finanzen oder beispielsweise auf Personalwesen oder ähnlich zu spezialisieren.

    Vorteile allgemeiner Bachelor-Studiengänge

    Diese Vorgehensweise zeigt auf, wie sich ein Lebenslauf Baustein für Baustein zusammensetzen kann. Insbesondere allgemeine Bachelorstudiengänge verschaffen einem die Zeit, sich erst nach drei Jahren (6 Semestern) für einen konkreten Berufsweg zu entscheiden und diesen mit dem passenden Masterstudiengang zu konkretisieren. In der Regel sind alle Bachelorstudiengänge so aufgebaut, dass sie bis zum 4. Semester die jeweiligen Grundlagenfächer anbieten. Im 5./6. Semester wählt man Schwerpunktfächer, die einem in beruflicher Hinsicht passend erscheinen.

    Berufsrichtung mit dem Master-Studiengang festlegen

    Erst mit der Wahl des Masterstudiengangs erfolgt also eine berufliche Festlegung. Bis dahin wären mit Ausbildung und Bachelor-Studium schon mal 5 – 6 Jahre vergangen, in denen man älter und reifer wird, um immer besser eine berufliche Entscheidung treffen zu können.

    Das eine Unternehmen, das einen in den nächsten 30 – 35 Berufsjahren beschäftigt, ist unter den heute existierenden Rahmenbedingungen in der freien Wirtschaft eher unrealistisch. Ebenso die einzigartige, durchgängig ansteigende Karriereleiter. Vielmehr liegt es heute mehr denn je an jedem einzelnen, sich fortlaufend zu qualifizieren und weiterzubilden. Sollte es möglicherweise in einem Unternehmen nicht so weitergehen, wie man sich das vorstellt, hat man die Option, sich in einem anderen Unternehmen zu bewerben, um die persönliche Weiterentwicklung dort voranzutreiben.

    Dementsprechend haben die Worte „lebenslanges Lernen“ heute besondere Bedeutung, denn nur der eine Berufsweg existiert so gut wie nicht mehr.

    Lebenslanges Lernen

    Lebenslanges Lernen bezieht sich darauf, mit neuen Situationen im Beruf umzugehen, zu lernen und ggf. Konsequenzen ziehen zu können. Nicht immer kann man sich dabei Lebenssituationen selbst aussuchen, wie uns beispielsweise die Corona-Pandemie aufgezeigt hat. Aber jeder hat die Möglichkeit, mit fortlaufender persönlicher Weiterentwicklung, den veränderten Rahmenbedingungen entgegentreten zu können.

    Um es in einem Bild auszudrücken: es ist wie bei einer Treppe – man kann mit jeder beruflichen Qualifikation eine Stufe höher steigen. Gleichzeitig kann man auf jeder Stufe entscheiden, ob man verweilt oder eine Stufe weiter steigt. Manchmal muss man auch eine Stufe zurückzugehen, um an anderer Stelle die Treppenstufen schneller hoch zu kommen.

    Wichtig ist nur, dass man jederzeit auf Veränderungen eigenständig reagieren kann. In der Konsequenz bedeutet das, nicht der eine Berufsweg, mit der einen Ausbildung und dem einen Studium ist entscheidend, sondern: „Der Weg ist das Ziel“

    Um diesen Berufsweg erfolgreich beschreiten zu können, ist es mehr als hilfreich, die persönlichen Neigungen- und Präferenzen zu kennen und diese beruflich zu nutzen. Denn dann kann Arbeit Spaß machen und man verdient dabei auch noch Geld.

    Das Hobby zum Beruf machen

    Das Hobby zum Beruf zu machen – dabei unterstützt das Coaching von Abi und was dann?, um dabei zugleich die eigene, vielfältige berufliche Erfahrung einzubringen, die ich erfahren habe und bis heute lerne ich jeden Tag dazu. Ob im Coaching von „Abi und was dann?“, als Bewerbungscoach, beim Mentoring in der in der Fragestellung Im Studium – und jetzt? oder bei der Tätigkeit als Persönlichkeitsprofiler.

  • Wie lässt sich ein Studium finanzieren?

    Auf Messen wird am Stand von Abi und was dann? vermehrt die Frage nach der Studienfinanzierung gestellt. Es gibt etliche Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Dabei ist die persönliche Situation ausschlaggebend.

    Nachfolgend eine Zusammenstellung von Finanzierungsmöglichkeiten. Wobei der Fokus auf Stipendien liegt, die nicht aufgrund eines hohen NC’s vergeben werden. Außerdem wird in Bezug auf Studienfinanzierung eine abgeschlossene Ausbildung vor dem Studium genauer betrachtet.

    1. BAföG: Unterstützung vom Staat

    BAföG ist eine finanzielle Unterstützung für Studierende, die auf elterliche Hilfe angewiesen sind. In der Regel ist BAföG wie folgt strukturiert:

    50 % als Zuschuss und 50 % als zinsfreies Darlehen, das später teilweise zurückgezahlt werden muss. BAföG- berechtigt sind Studierende, die nicht von ihren Eltern unterstützt werden können, in Deutschland studieren und in bestimmten Einkommensgrenzen liegen. Es existieren ein paar Ausnahmen, z. B. bei besonders guten Noten oder wenn man die Altersgrenze von 45 Jahren noch nicht überschritten hat.

    Oftmals ist das BAföG-Amt beim lokalen Studierendenwerk angesiedelt. Das Studierendenwerk ist für das Studierenden-BAföG an allen Hochschulen zuständig, die auch vom Studierendenwerk betreut werden.

    Tipp: Man sollte rechtzeitig mit dem Antrag beginnen (z. B. auch wegen Bearbeitungszeit). Daher kann es hilfreich sein, eine BAföG-Beratung an der Hochschule in Anspruch zu nehmen, um Fehler zu vermeiden.

    2. Stipendien: Geld vom Förderer – auch ohne NC

    Als Stipendium bezeichnet man die finanzielle Unterstützung durch Stiftungen, Unternehmen oder Organisationen, die nicht zurückgezahlt werden muss. Ein Stipendium ist häufig eine Förderung für besonders begabte, engagierte oder bedürftige Studierende.

    Es existieren ebenso Stipendien, die ohne NC-Vorgabe vergeben werden können. Das bedeutet, dass bei diesen Stipendien der Numerus Clausus (NC) keine Rolle spielt. Diese werden oft auf Basis von sozialen, politischen oder persönlichen Engagements vergeben. Hierzu gehören beispielsweise:

    Evangelisches Studienwerk Villigst – fördert Studierende mit sozialem oder gesellschaftlichem Engagement, vor allem aus dem Bereich der Evangelischen Kirche. Neben einem finanziellen Zuschuss gibt es auch Fortbildungsangebote und ein Netzwerk von Gleichgesinnten.

    Katholische Akademische Ausländerschule (KAAD) – bietet Stipendien für Studierende aus Entwicklungsländern, die sich durch besonderes soziales Engagement oder akademische Leistung auszeichnen. Besonders interessant für Studierende, die in internationalen und sozialen Projekten tätig sind.

    Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) – fördert Studierende, die sich durch soziales und politisches Engagement auszeichnen. Besonders für Studierende, die ein starkes Interesse an gesellschaftlicher Verantwortung und politischer Mitgestaltung haben.

    Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – vergibt Stipendien an Studierende, die sich politisch oder sozial engagieren und ein starkes Interesse an sozialer Gerechtigkeit haben. Hier steht das Engagement für Demokratie und sozialer Ausgleich im Vordergrund.

    Hans-Böckler-Stiftung – fördert Studierende, die sich in den Bereichen Gewerkschaftsarbeit oder soziale Bewegungen engagieren. Besonders für Studierende aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

    Die zuletzt genannten Stipendienprogramme legen großen Wert auf soziales und gesellschaftliches Engagement und bieten Studierenden nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden und Netzwerke zu knüpfen. Allerdings ist bei diesen Stipendien zu beachten, dass die Beantragung mit Aufwand verbunden ist und somit umfangreich und oftmals zeitintensiv sein kann. Daher rechtzeitig vor Studienbeginn mit der Auswahl und der Bewerbung beginnen. Der Aufwand kann sich lohnen, weil man anschließend eine finanzielle Unterstützung erhalten kann, die nicht zurückgezahlt werden muss.

    Weitere Informationen zu Stipendien und Studienförderung kann man bei Stiftungsuche finden!

    Tipp: Man sollte auf jeden Fall auch kleinere Stipendienprogramme in Betracht ziehen. Dabei ist es wichtig, die eigene Motivation klar und persönlich rüberzubringen, da vor allem Engagement außerhalb der Hochschule zählt.

    3. Studienkredite: Finanzierung auf Kredit

    Hierbei geht es um Kredite, die speziell für Studierende angeboten werden, um das Studium zu finanzieren. Beispiele: KfW-Studienkredit, private Banken oder Bildungsfonds. Die Besonderheit bei diesen Krediten ist, dass es eine Flexibilität bei der Rückzahlung gibt. Man kann oft nach dem Studium mit der Rückzahlung beginnen.

    Wichtig ist aber im Hinterkopf zu behalten, dass die Kredite nicht zinsfrei sind. Zudem sollte man sich die Zinssätze genau anzusehen und Angebote vergleichen. Ebenso sollte man auf die Rückzahlungsbedingungen achten: Dabei geht es vor allem um die Fragen:

    Wie lange hat man Zeit, nach dem Studium zu zahlen?

    Gibt es flexible Rückzahlungsoptionen, je nach Einkommen?

    Ein Tipp in Sachen Studienkredit ist, nur so viel aufzunehmen, wie wirklich benötigt wird. Außerdem sollte man die Rückzahlungsoptionen vorher genau prüfen und kalkulieren. Möglicherweise sollte man Bildungskredite mit besonders flexiblen Rückzahlungsmodellen in Betracht ziehen.

    4. Nebenjobs, Werkstudentenstellen: Geld verdienen während des Studiums

    Arbeit neben dem Studium hilft nicht nur finanziell sondern auch dabei, praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke aufzubauen. Werkstudentenjobs sind besonders vorteilhaft, da sie sozialversicherungsfrei sind (bis 20 Stunden/Woche während des Semesters). Als typische Nebenjobs gelten Werkstudentenstellen in der eigenen Studienrichtung, Tutorenstellen, Gastronomie, Einzelhandel oder als Freelancer. Werkstudentenjobs sind eine sehr gute Grundlage für finanzielle Entlastung und man sammelt praktischen Erfahrungen. Dabei sollte man sich rechtzeitig über Steuerpflichten und Sozialversicherungsbeiträge informieren sowie darauf achten, dass man eine Balance zwischen Arbeit und Studium findet.

    5. Studienfinanzierung durch eine abgeschlossene Ausbildung und Rückkehr in den ausgebildeten Beruf

    Wer vor dem Studium bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat, kann diese während der Semesterferien nutzen, um wieder in seinen früheren Job zurückzukehren. Dies bietet nicht nur eine verlässliche Einnahmequelle sondern hat auch den Vorteil, dass man sich mit dem Arbeitsplatz gut auskennt, das Arbeitsumfeld meist vertraut ist und man möglichweise mehr verdient, als mit möglichen Aushilfstätigkeiten.

    Die Vorteile dieser Finanzierungsoption liegen hierbei in stabilen Einnahmen. Da man schon Erfahrungen in dem Job gesammelt hat, ist es einfacher, auch in den Semesterferien Vollzeit zu arbeiten und ein gutes Einkommen zu erzielen. Zudem ist der Verwaltungsaufwand gering. Da man bereits als ausgebildete Fachkraft in dem Job gearbeitet hat, kann man schneller wieder einsteigen und muss nicht erneut angelernt werden. Dies spart Zeit und Energie auf der eigenen Seite und auf Seiten des Unternehmens. Zugleich gewinnt man weiter Berufserfahrung. Durch das Arbeiten in dem erlernten Beruf kann man wertvolle Praxiserfahrung sammeln, die später in einem Studium und beim Berufseinstieg von Nutzen sein kann.

    Tipp: Frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen. Möglichst vor dem Studium mit dem Ausbildungsbetrieb klären, ob man während der Semesterferien zurückkehren kann. Oftmals gibt es feste Vereinbarungen oder sogar Rückkehroptionen nach dem Studium.

    Als weitere Punkte zur Studienfinanzierung können genannt werden:

    • Unterstützung durch die Eltern, dabei gibt es Freibeträge und Steuererleichterungen für Eltern
    • Kindergeld – bis zum 25. Lebensjahr möglich, sofern man sich in Ausbildung oder einem Studium befindet
    • Bildungsfonds, Förderprogramme – hierbei übernehmen private Unternehmen oder Fonds die Finanzierung des Studiums gegen eine spätere einkommensabhängige Rückzahlung
    • Erasmus, Auslandsförderungen – Förderprogramme für Auslandssemester oder Auslandspraktika. Neben Erasmus gibt es auch DAAD-Stipendien
    • Unterhalt oder Wohngeld wird unter bestimmten Voraussetzungen als ergänzende Hilfe wie Unterhaltsvorschüsse oder Wohngeld gewährt
    • Crowdfunding & Sponsoring – beides sind eher unkonventionelle Wege, die man über Plattformen wie z. B. gofundme oder durch Unternehmenspartnerschaften nutzen kann

    Fazit: Studienfinanzierung rechtzeitig angehen

    Es ist in jedem Falle richtig und wichtig, sich frühzeitig mit der Studienfinanzierung Auseinanderzusetzen und möglicherweise nicht nur eine Lösung zu wählen, sondern mehrere Finanzierungsquellen zu kombinieren. Dabei können Anlaufstellen wie BAföG-Amt, Stipendien-Datenbanken oder Beratungseinrichtungen der Universität sehr hilfreich sein.

    Mitentscheidend ist, dass man bei der Studienfinanzierung Verantwortung übernimmt und es lohnenswert ist, sich die Vielzahl der Hilfsmöglichkeiten anzuschauen und zu nutzen.