Autor: Jan Untiedt

  • Ausbildungs- oder Studienwahl gleich lebenslanger Beruf?

    Viele junge Menschen stehen heute unter dem Druck, mit der Studien- oder Berufswahl ihre Zukunft festzulegen. Doch die gute Nachricht lautet: Heute bedeutet keine Entscheidung ein lebenslanges „Entweder-oder“. Stattdessen sind die Wege vielfältig und Anpassungen jederzeit möglich

    Aufgrund der großen Anzahl der Studiengänge (aktuell mehr als 22.000 Studiengänge – siehe auch Hochschulkompass) und einer Vielzahl an Spezialisierungen, ist diese Annahme zumindest nicht unberechtigt. Doch im Zeitalter der Digitalisierung entwickeln sich unter anderem „alte Berufe“ fortlaufend weiter. Zugleich entstehen ganz neue Berufe.

    Veränderte Berufswelt und gleichzeitig berufliche Sicherheit – geht das?

    Im Streben nach einer beruflichen Sicherheit wäre es natürlich wünschenswert, wenn es den einen – lebenslangen – Job gäbe. Die Elterngeneration hat hier und da noch das Empfinden, dass häufige Jobwechsel im Lebenslauf eher schlecht aussehen. Zugleich hoffen Schüler/Innen heute darauf, dass sie die Möglichkeiten bekommen, sich beruflich selbst zu verwirklichen, man Spaß im Beruf hat, über viel Freizeit verfügt, ein hohes Gehalt beziehen kann und berufliche Sicherheit herrscht (siehe auch: „Generation Greta … „Welt vom 17.08.2019).

    So sehr man das jedem Einzelnen wünschen würde, die Realität sieht oft anders aus. Das schürt wiederum andere Ängste, weil man sich als junger Mensch seiner beruflichen Existenz nie sicher sein kann. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb die „Generation Greta“ sich am häufigsten den Arbeitgeber Polizei wünscht. Anerkennung, Sinn, sicherer Arbeitsplatz – das wird mit diesem Job bei jungen Menschen verbunden. Das Thema Überstunden sowie, dass Einsätze der Polizei – z. B. bei den Krawallen in Hamburg auch Bestandteile des Polizistenberufs sind, erschreckt manche Coachees von Abi und was dann? sehr, sodass Zweifel an der Berufswahl aufkommen.

    Berufswunsch Polizist/In

    Selbst, wenn der Berufswunsch Polizist/In realisiert würde, ist es dann der Job für das Leben? Es könnte zumindest der Staatsdienst sein, aber in unterschiedlichen Funktionen oder Bereichen. Es gibt aber auch „Polizei-Aussteiger“. Die arbeiten z. B. in Detekteien oder bauen solche selbständig auf, übernehmen leitende Positionen bei privaten Sicherheitsfirmen oder ähnlich. Das zeigt: die lebenslange Tätigkeit in einem Beruf ist eher nicht das Ziel – oder sollte es nicht sein.

    Jeder Berufsabschluss bedeutet eine Qualifikationsstufe mehr

    Vielmehr ist es heute wichtig, seine Ausbildung und/oder das Studium so zu wählen, dass man mit jedem Abschluss eine weitere Qualifikationsstufe erreicht. Eine abgeschlossene Ausbildung zählt als erste Berufserfahrung. Sehr wichtig in einem Zeitalter, in der viele „nur“ auf ein Studium fixiert sind. Zudem lässt sich mit der abgeschlossenen Ausbildung möglicherweise ein anschließendes Studium finanzieren (siehe auch: Wie lässt sich ein Studium finanzieren?)

    Die Philosophie lautet: DER WEG IST DAS Ziel!

    Auf diesem Weg zählt jeder berufliche Abschluss als eine weitere Stufe im Berufsleben. Man sollte sich persönlich die Möglichkeit verschaffen, im Leben – Berufsleben – immer eine berufliche Auswahl offen halten zu können. Heute verändern sich Unternehmen, Organisationen und Strukturen häufig. Passen diese Veränderungen nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen, sollte man über berufliche Alternativen nachdenken – love it, change it or leave it!

    Es geht heute nicht mehr um die Festlegung eines Jobs/eines Berufs auf Lebenszeit – so sehr sich viele eine solche berufliche Sicherheit wünschen. Es geht darum, sich Stück für Stück so zu qualifizieren, dass man auch in kritischen Berufssituationen eine Auswahlmöglichkeit besitzt. Optimal ist dabei, dass man über seine eigenen Neigungen und Denkstile informiert ist, weil sich dadurch Studienfelder/Berufe finden lassen, die zu einem passen.

    Zum anderen spricht das schrittweise erreichen von beruflichen Qualifikationen dafür, dass man sich eben nicht zu früh festlegt!

    Daher ist es besser, im Bachelor ein allgemeines Grundlagenfach, wie z. B. BWL, VWL, Ingenieurwesen, Jura oder ähnlich zu studieren. Eine Spezialisierung kann mit dem Masterstudium erfolgen. Damit würde man die Studienänderungen, die sich mit dem damaligen Bologna-Prozess ergeben haben, optimal für sich nutzen.

    Bei manchen spezialisierten Studienfächern stellt sich die Frage, wie und wo man damit beruflich landen will? Zum Beispiel mit Coffeemanagement oder Friesische Philologie (siehe auch arbeitsABC).

    Die Veränderungen, die heute Künstliche Intelligenz (KI) in das Berufsleben einbringt, zwingen geradezu in ein „lebenslanges Lernen“! Wer sich seiner Neigungen und Fähigkeiten noch nicht bewusst ist, dem kann mit dem Coaching Abi und was dann? und der darin enthaltenen Neigungs- und Denkstilanalyse geholfen werden!

  • Coaching oder Berufsberatung – was ist „Abi und was dann?“

    Insbesondere auf Messen kommen junge Menschen oft an den Messestand von Abi und was dann? und fragen, was denn nun das konkrete Angebot wäre. Die Antwort lautet:

    Im Rahmen des Coachings, bei dem eine professionelle Neigungs- und Denkstilanalyse (HBDI) eingesetzt wird, klären wir individuell für jeden Kandidaten die Frage nach dem Abitur: Abi und was dann?

    „Ist das dann wie eine Berufsberatung?“ – Antwort: Ja und nein. Der Begriff „Berufsberatung“ wird zumindest im Sprachgebrauch dafür genutzt. Allerdings könnte man dagegen halten, dass es bei der Berufsberatung konkret um einen Beruf oder eine Entwicklung des Berufs für Berufstätige geht.“

    Soweit sind die Kandidaten von „Abi und was dann?“ allerdings noch nicht. Es geht vielmehr darum, in der Zeit nach dem Abitur den richtigen Weg in den Beruf zu finden. Diesen Prozess unterstützt „Abi und was dann?“ zum einen mit einer Denkstilanalyse (zertifiziert). Denn das Motto lautet:

    Der Weg ist das Ziel!

    Als Coach und Mentor verfüge ich über vielfältige Ausbildungs- und Berufserfahrungen:

    Nach dem Abitur kam zunächst der Zivildienst, dann eine Ausbildung zum Hotelkaufmann. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Abschluss zum Diplom-Betriebswirt (FH). Später kam der Abschluss eines berufsbegleitenden Master of Business Administration Studiums (MBA)noch hinzu.

    Durch die beruflichen Stationen werden die wesentlichen Unternehmenstypen abgedeckt. Ob amerikanische blue chip company (Coca-Cola GmbH), im direkten Umfeld einer öffentlich-rechtlichen Anstalt (WDR Eins Live), bei einem Familienunternehmen(Bitburger Braugruppe GmbH) oder in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)– etwa an Hochschulen (Kassel International Management School und der BiTS in Iserlohn (heute: University of Europe for Applied Sciences) – bis hin zur Selbständigkeit – Erfahrungen, die ich heute an junge Menschen bei der Fragestellung „Abi und was dann?“ weitergebe.

    Bei den Tätigkeiten in den o. g. Unternehmen reicht der Erfahrungsschatz vom Assistenten Projektmanagement, über Projektmanagement, zum Direktor Marketing und Vertrieb bis hin zur Geschäftsführung.

    Nunmehr als Inhaber des eigenen Unternehmens ergeben sich weitere Tätigkeitsfelder. So beispielsweise als Key-Note Speaker rund um das Buch „Events – Erlebnismarketing für alle Sinne“. Zudem birgt die Tätigkeit als Interim Manager vielfältige Eindrücke und Erfahrungen in aktuellen Prozessen, zum Beispiel im Marketing und Vertrieb, in Kombination mit dem Stichwort Digitalisierung. Schließlich ergänzen Tätigkeiten als Honorar-Dozent an verschiedenen Hochschulen die heutige Tätigkeit als Coach und Mentor für Abiturienten.

    Aufgrund dieser beruflichen Erfahrungen ist Abi und was dann? also ein Coaching oder Mentoring und unterstützt seine Kandidaten nicht nur bei der Suche nach der passenden Ausbildung und/oder Studium. Es kann auch die Beratung bei weiteren möglichen Schritten nach dem Abitur umfassen. Zum Beispiel, wenn es um Praktika, Übergangsjobs oder Auslandsaufenthalte geht.

    Wie das Coaching Abi und was dann? mit Hilfe der Neigungs- und Denkstilanalyse funktioniert, wird unter Konzept und in einem kleinen Video gezeigt!

  • Zeitpunkt: Wann sollte man sich Gedanken über die Zeit nach dem Abi machen?

    Nach dem Abi stehen mehr als 22.000 Studiengänge (s. Hochschulkompass), über 300 Ausbildungen, Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ, Work & Travel, eine Sprachreise, jobben oder ähnlich zur Auswahl. Es existieren also etliche Möglichkeiten nach dem Abitur.

    Der eine Abiturient oder die andere Abiturientin fühlt sich auf Grund der riesigen Auswahl überfordert und schiebt Entscheidungen vor sich her. In die Coachings von Abi und was dann? kommen immer wieder junge Menschen, die der Meinung waren, sie gehen nach dem Abitur zunächst einmal ins Ausland oder machen ein FSJ. Sie erhofften sich dabei, dass sie ein Geistesblitz trifft, der den Berufsweg aufzeigt.

    Sicherlich ist es auch nach einem Auslandsaufenthalt noch nicht zu spät, eine Entscheidung zu treffen. Allerdings wäre es schade, wenn man dann gedanklich wieder an der Stelle anfangen muss, von der man nach dem Abitur eigentlich „eher abgehauen“ ist.

    Aus Coaching-Sicht erscheinen daher die Osterferien – etwas mehr als 1 Jahr vor den Abiturprüfungen – ein geeigneter Zeitraum zu sein, die Vielzahl der Wahlmöglichkeiten für sich selbst genauer in Betracht zu ziehen und zu prüfen, was muss ich tun, um den nächsten Schritt nach dem Abitur einzuleiten.

    Optionen /  Planung für die Zeit nach dem Abitur?

    In Bezug auf ein mögliches Studium kann man sich beispielsweise über die Inhalte von Studiengängen informieren und sich Tage der offenen Tür an einer Hochschule heraussuchen. Abgesehen von den Studieninhalten wäre es vielleicht ja auch mal ganz hilfreich, die Hochschule selbst, sowie Studierende oder auch Professoren vorab kennengelernt zu haben.

    Mit Blick auf eine mögliche Ausbildung wären die Osterferien – ein Jahr vor dem Abitur von Bedeutung. Begründung: In der Regel beginnen Ausbildungen zum 01.08 eines jeden Jahres. Um also mögliche Ausbildungen prüfen und entsprechende Ausbildungsangebote suchen zu können.

    Auch für mögliche Auslandsaufenthalte, Sprachreisen, Bundesfreiwilligen Dienst, FSJ oder ähnlich wären die Osterferien ein guter Startzeitpunkt. Denn es gibt viele Anbieter, die hier unterstützen können. Oftmals kann man diese Anbieter deutschlandweit bei Messen, wie z. B. der ABI Zukunft oder der BACHELOR AND MORE o. ä. treffen. Die Messetermine stehen recht früh fest, sodass man sich diese in den Kalender eintragen kann und sie als Informationstermine nutzt.

    Und wer noch so gar keine Vorstellung hat, dem hilft ein Coaching von Abi und was dann? nicht nur mit einer Neigungs- und Denkstilanalyse, um die passende Studien- und Berufswahl treffen zu können. Das Coaching unterstützt auch bei der grundsätzlichen Vorgehensweise für die Zeit nach dem Abitur. Hier wären ebenso die Osterferien – ein Jahr vor dem Abi – ein optimaler Zeitpunkt!

    Wer mehr noch erfahren möchte – einfach Kontakt aufnehmen: telefonisch oder per Mail – ich freu‘ mich drauf!

  • Psychologie studieren – Studienwunsch Psychologie

    Auf Messen sowie in den Coachings von „Abi und was dann?“ taucht vermehrt der Wunsch nach einem Psychologie-Studium auf.

    Der aktuelle Trend: Psychologie studieren

    Psychologie zu studieren scheint aktuell eine Art „Modestudium“ zu sein. Dabei fragt „Abi und was dann?“ zurück, was denn konkret für eine Berufsabsicht dahinter steht, wenn man ein solches Studium angehen möchte. Bei der Antwort tun sich sehr viele Fragende schwer.

    Was heißt das „Menschen helfen“?

    Menschen helfen!“ ist eine Antwort, ohne dass die Gefragten dabei sagen können, in welcher Hinsicht geholfen werden soll. Kinderpsychologie wird ab und an noch genannt, aber die meisten können die weiteren beruflichen Absichten nicht erläutern. Was ist also gemeint?

    • „Menschen helfen“ im Sinne von heilen, dann reden wir über ein Medizin-Studium
    • „Menschen unterstützen“ im Sinne von Tätigkeiten im Personalwesen, in der Pädagogik oder im Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialwesen

    In der Medizinischen Psychologie existiert ein hoher NC. Die Wirtschaftspsychologie wird bis auf wenige Ausnahmen an Privathochschulen angeboten. Und schließlich der Bachelor in Psychologie.

    Studieninhalte sind nicht bekannt und werden unterschätzt

    Die Überschrift Wirtschaftspsychologie enthält auch das Stichwort „Wirtschaft“. Somit tauchen im Rahmen des Studiums die Grundlagen der BWL, VWL etc. auf. Darüber hinaus gibt es weitere Fachbereiche, in denen die Psychologie Anwendung findet. Dazu zählen beispielsweise Personalwesen oder Marketing.

    Und dann wird die Angewandte Psychologie als Bachelor von Hochschulen angeboten. Hier können später die Arbeitsfelder in der Pflege, in der sozialen Arbeit sowie z. B. in der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe liegen.

    Nicht zu unterschätzen sind bei allen drei Studienfächern die Studieninhalte. Diese befassen sich viel mit Mathematik, Statistik sowie Methodenlehre. Das sind in der Regel recht trockene Fächer. Darüber hinaus sollte man sich die Studieninhalte von Hochschule zu Hochschule sehr genau ansehen.

    Da wird die Angewandte Psychologie/Wirtschaftspsychologie angeboten. Es existiert die Arbeits- und Organisationspsychologie, die Betriebswirtschaft/Marktforschung und Konsumentenpsychologie, die Werbepsychologie, die Gesundheitspsychologie, die Interkulturelle Psychologie und viele mehr.

    Die ursprüngliche Absicht, Menschen zu helfen wäre durchaus ein Ansatz, der sich aus persönlichen Fähigkeiten wie z. B. Zwischenmenschlichkeit, einer guten und offenen Kommunikation sowie einer großen Empathie heraus ableiten lässt. Die Studieninhalte hingegen erfordern analytisches sowie strukturiertes Denken und Handeln.

    Eigene Fähigkeiten und Alternativen prüfen

    Beim Coaching von Abi und was dann? liefert die Neigungs- und Denkstilanalyse Herrmann Brain Dominance Instruments (HBDI) sehr hilfreiche Erkenntnisse, um die eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen eines Psychologie-Studiums abgleichen zu können. Viele andere Studiengänge können ebenfalls dahin führen, Menschen später zu unterstützen bzw. ihnen zu helfen. Auch dies ist Teil des Coachings von Abi und was dann? gegenüber den Coachees.

    Psychologie ein spannendes Berufsfeld

    Psychologie ist mit Sicherheit ein spannendes Feld, aber überaus anspruchsvoll – wer helfen will, sollte vorher prüfen, in welcher Form er das tun möchte.

  • Berufsberatung im Zeitalter von KI – warum der Mensch unverzichtbar bleibt

    Neulich ergab sich auf einer Messe ein Gespräch mit einem Elternpaar, dass sich am Messestand dahingehend äußerte, dass sich „das Thema Berufsberatung ja nun mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz erledigen würde. Es würden zukünftig weder Berufsberater noch Coaches in bei der beruflichen Orientierung benötigt“. Ein Satz, der zu denken gibt!

    Was kann KI – und was kann sie nicht?

    Diese Aussage zeigt auf, dass KI – oder im englischen Artificial Intellegience (AI) genannt – überschätzt wird. Selbstverständlich ist KI ein arbeitserleichterndes Tool, wenn es beispielsweise um die Analyse von bestehenden Daten geht. Innerhalb von Sekunden kann KI Daten analysieren und Auswertungen liefern. Aber in diesem Satz steckt auch eine elementare Grundlage.

    KI analysiert Daten, keine Menschen

    KI greift auf “bestehende Daten“ zurück. Worauf soll KI zurückgreifen, wenn man einen Prompt mit der Fragestellung setzt: „Ich interessiere mich für Menschen und möchte Psychologie studieren. Ist das der passende Beruf für mich?“

    Abgesehen, dass der Prompt viel zu kurz ist passiert nun folgendes: wird KI überaus positiv bestätigen, dass es eine gute Idee ist, wenn man sich für Menschen interessiert. Ab dann kann aber KI beispielsweise nicht auf persönliche Neigungen und Fähigkeiten eingehen. KI kennt auch nicht den möglichen Hintergrund für das Interesse oder den Berufswunsch.

    Also kann KI nur auf Begriffe eingehen, zu denen es im Internet Informationen findet. In diesem Falle wird man daher Ausführungen zu dem Begriff der Psychologie erhalten. Im Sinne einer Definition. Dann kann KI noch darauf hinweisen, welche Studieninhalte das Fach Psychologie bereithält. Und letztendlich kann KI aufgrund von Recherche noch auf berufliche Perspektiven mit einem abgeschlossenen Studium verweisen, da es dazu auch entsprechende Informationen im Internet gibt.

    Darüber hinaus kann KI noch das Thema „Interesse an Menschen“ beleuchten und allgemeine Aussagen formulieren, je nachdem, wo Psychologie zum Einsatz kommen soll.

    Die Grenzen künstlicher Intelligenz in der Berufsorientierung

    Aber dann war es das auch mit der Berufsberatung von KI! – Kein Hinweis darauf, ob das zu den persönlichen Fähigkeiten passen wird, kein konkreter Hinweis auf die unterschiedlichen Studiengänge, die mittlerweile im Bereich Psychologie existieren (siehe auch Blog-Beitrag „psychologie-studieren-studienwunsch Psychologie)

    Selbst, wenn man einen ausführlicheren Prompt über sich und seine Fähigkeiten sowie Denkhaltungen formulieren würde. Im Ergebnis kann die KI nicht wirklich beraten. Sie kann nur aufgrund von bestimmten Begriffen Daten analysieren und diese einbringen. Je spezifischer der Prompt formuliert wird, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass KI halluziniert – also falsche oder irreführende Ergebnisse liefert.

    KI liefert Antworten – aber keine Orientierung

    Wer KI als einen Berufsberater nutzt sollte außerdem wissen, das bei der Eingabe des Prompts KI eigenständig vorgibt, welche Berufsbilder gezeigt werden und welche nicht. Ist nach dem Abitur wirklich eine Studium sinnvoll oder möglicherweise besser zuerst eine Ausbildung. Worin unterscheiden sich eine Ausbildung und ein Duales Studium? – All dies kann die KI nur dann beantworten, wenn danach gezielt gefragt wird. Und selbst das Ergebnis der KI muss noch überprüft werden.

    Abgeschlossene Ausbildungen gelten beispielsweise als Berufserfahrung. Diese Informationen findet KI aber nur auf gezielte Nachfrage. Gleiches gilt für die Unterschiede zwischen einem Dualen Studium und der Dualen Ausbildung. Zuerst eine Ausbildung zu absolvieren und anschließend ein Studium zu absolvieren, das empfiehlt KI nicht. Kann sie auch nicht, weil KI auf solche Daten nicht zurückgreifen kann bzw. weil danach auch nicht gefragt wurde.

    KI = Keine Empathie, kein Kontext, keine Persönlichkeit

    KI ist eine Maschine. Sie verfügt nicht über Empathie und Einfühlungsvermögen und kann nur darauf antworten, was eingegeben wurde. Ein Persönlichkeitsbild zu erstellen und möglicherweise ein Fähigkeiten-Potenzial zu erstellen kann es nur erstellen, wenn es dazu eine systematische erstellte Vorlage gibt. Weitere Aspekte, die es zu beachten gilt, werden in dem Artikel: „ChatGPT ersetzt den Berufsberater: So entscheiden Jugendliche heute über ihre Zukunft“ sehr gut aufgezeigt

    Die Eingabe „Ich helfe gerne Menschen und möchte deshalb Psychologie studieren“ entspricht keineswegs einer systematischen Fragestellung.

    Persönliche Berufsberatung bleibt unverzichtbar

    Eine individuelle, persönliche und emphatische Berufsberatung wird KI nie liefern können. KI kann Informationen liefern, die beispielsweise im Rahmen einer persönlichen Berufsberatung eine Diskussionsgrundlage darstellen.

    Diskussionsgrundlage – nicht Entscheidungsgrundlage!

    Bei der Berufsorientierung geht es nicht nur darum, Informationen zu sammeln, sondern zu verstehen, welcher Weg wirklich zum Menschen passt. KI mag vieles können, aber Menschen verstehen gehört nicht dazu.

    Genau deshalb bleibt die persönliche Berufsberatung – sei es Coaching oder Mentoring – auch im Zeitalter von KI unverzichtbar.